Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- III. (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- – (sequence 107)
- Language
- German
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102 menschen un’ der baure wirt dich benschen15) un’ beger das ewig leben — wider sein namen soltu nitt streben16) in dinst des baureh solstu dich nit sparn 12) all morgen in einem schreken soltu auf farnste bald auf un’ gedenk in deinem sinn — dir stet drof ein grosser gewinn — gedenk ob ein guter mensch noch dir fraeg — so wiltu doch nit sein traeg — ach gedenk du einer leie — waer doch ein feuer geschreie — du koenst dein bruch18) doch nit zu knöpfen19) — als wörf du es an in hopfen20) — noch vil billicher21) zu dinst des baureh solstu sein bereit — un’ suech her vor dein kleid — un’ sei züchtig22) un* nit los23) — die balken solten dich nit sehen blos — aso24) was sich beruemen25) rabbi Jause26) all mein tag bin ich gewesen behend27) nit sie hon28) — gesehen die balken seim meines hemdzu dem ersten lass dein rechte fuss in die schuech29) sinken — un’ zum ersten knuepfe den schuech den linken — un’ geh ein wenig 15) segnen. 16) Ygl. sterben und streven in der Bedeutung sich heftig regen, Widerstand leistend sich aufrichten, kämpfen. 17) Ygl. sparn und sparen schonen, verschonen, z. B. spar uns herre. 16) Ygl. bruch, ahd. pruch, mhd. bruoch, ags. broc, fries. brok. Ueber das damit zusammenhängende ברקין siehe meine ״Trachten der Juden“ S. 85, 86. bruch kommt auch sonst noch vor, z. B. im ״buch d. e. lebens“: gibt dir ein chawer (freund) gelt, dass du solt kafen zu einem hemd leinentuch — nit soltu es vor aendern zu machen da araus ein bruch. lß) Knöpfen und knöpfen neben der älteren Form knüpfen von knöpf neu gebildet ist erst im 15. Jahrhundert anzutreffen. 20) Ygl. hierzu hupfen, hüpfen und die Form hopfen b. d. Lexicograph. 21) billich kommt häufig vor, z B. solt nicht billicher der Unrechte solch unglueck haben, Hiob 31, 3. 22) Vgl. die Wörter zühtig, zühtec, züchtig anständig. 23) lös, welches muthwillig bedeutet. 24) also, alse mit elidirtem 1, asso. In jüd.-deutschen Schriften findet man auch häufig als hiefür. Ygl. Diefenbach s. v. als ״bisweilen stehen also und als als synonyme.“ 25) Ygl. Grimm s. v. berühmen. 26) Eigenname. 27) Ygl. Grimm s. v. 28) hon haben häufig im jüd.-deutschen, z. B. dreie zehn un’ seks hundert gebot — soltu hon kein spot. 29) Ygl. Lexer s. v. schuoch.