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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1877-01-01 · III. (1877) · page 27

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
III. (1877)
Date
1877-01-01
Page
– (sequence 27)
Language
German
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Rose gesehen״ (ke-Schoschanna adumma raiti), dass man nicht anders sagen kann, als dass der Volksmund die Gemalin des gefangenen Königs nach diesem so genannt hat57). Wir wissen nun, wer die beiden Aeltesten sind, mit denen unser Apokryphon uns bekannt macht, wir kennen auch Susanna, die Heldin der in ihm vorgetragenen Erzählung, und es bleibt also, nachdem es zu Genüge klar geworden, dass der Verfasser derselben nur einen älteren Traditionsstoff bearbeitet hat, noch zu untersuchen übrig, wieso zuletzt Daniel in diese Geschichte hineinspielt und was es mit dem von ihm angestellten Zeugenverhöre für eine Bewandtniss hat. Auch Das kann nicht auf müssiger Erfindung beruhen und in der That ist auch dafür ein wertvoller Beleg vorhanden. Der Zug, dass vor der Aburteilung der beiden Aeltesten noch ein dritter Mann hinzutritt, dessen Rechtschaffenheit sich in demselben Momente erprobt, in welchem ihre Schandthaten die verdiente Strafe nach sich ziehen, eignet auch der Erzählung, die wir aus Talmud und Midrasch kennen. Achab und Zidkia verlangen^ ehe sie in’s Feuer gehen sollen, dass noch ein Dritter und zwar Josua b. Jozadak ihnen zugesellt werde. Dieser aber als ein gerechter Mann, den Gott nicht unschuldig leiden lässt, wird von den Flammen nicht berührt, während die beiden Sünder in denselben untergehen58). Also hat, wenn wir den Kern dieser Angabe aus seiner Hülle herausschälen, ein jüdischer Bewohner Babyloniens dadurch, dass Achab und Zidkia im Vergleiche mit ihm als Verbrecher befunden wurden, oder dass er, was wahrscheinlicher ist, selbst als Ankläger gegen sie auftrat, wesentlich dazu beigetragen, dass sie entjarvt und gestraft wurden. Hätten wir nähere Nachrichten über das, was in den jüdischen Kreisen Babyloniens während der Gefangenschaft Jojachins sich zugetragen, so würden wir vielleicht erfahren haben, dass Achab und Zidkia, die gegen den in des Königs Ungnade stehenden Jojachin conspirirten und in der Folge zu seiner Frau Susanna in ein 57) Der Name Susanna lässt sich aus dem jüdischen Schrifttume nicht nachweisen. Im Buche der Jubiläen (8,1) wird eine Tochter Elams Susanna genannt, W'■ k -■k $2 ־ 58) Vgl. b. Synh. Tanchuma und Pesikta a. a. 0. In allen Berichten wird Josua als ein Mann von lohn würdiger Tugend hingestellt, der deshalb gegen die Gefahr geschützt ist (b. דבפיש זכו ת יד. ו0גנא עלן P. דילמא מן ז כוח י ו אגן משתזבי T. שעל זכותו ד.ם נצולץ.)

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