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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1877-01-01 · III. (1877) · page 25

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
III. (1877)
Date
1877-01-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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Frau Joakim’s48). Joakim war der angesehenste Mann unter den Juden in Babylonien49). Eine solche Bezeichnung passt, wie man leicht einsieht, nur auf Jojachin, den ehemaligen Beherrscher des judäischen Reiches, der etwa 25 Jahre nach der Vernichtung desselben in Babylonien wiederum zu königlichen Ehren gelangt war50). Sicherlich genoss Jojachin, nachdem er im Alter von 55 Jahren aus seiner Gefangenschaft entlassen und nun von dem babylonischen Könige wie ein Souverän behandelt wurde, auch unter seinen Stammesgenossen das höchste Ansehen. Er war der natürliche Exilsfürst, der seine Würde wie ein König — denn ein solcher war er ja einst — auch auf seine Nachkommen vererbte. Es darf als zweifellos gelten, dass das babylonische Exilarchat, das in fast ununterbrochener Folge seiner Träger noch in die zweite Hälfte des 14. Jahrhunderts hineinreichte, wie auch das palästinische Patriarchat, das durch Serubabel begründet wurde, in der dem Könige Jojachin verliehenen Ehrenstellung seinen Ursprung hat. Was liesse sich daher mit mehr Recht annehmen, als dass in der Susanna-Schrift Jojachin und Jojakim verwechselt wurden, zumal einer wenn auch nicht mit voller Bestimmtheit auftretenden Nachricht zufolge auch dieser in die babylonische Gefangenschaft geraten ist51)? Doch man braucht sich hierüber gar nicht in Vermutungen einzulassen. Der heilige Hippolyt stellt es in seiner Abhandlung über Susanna als etwas Allbekanntes und Selbstverständliches hin, dass der König Jojachin oder Jechonja Susanna’s Gemal war, und der Geschichtsschreiber Georgius Syncellus findet Das ganz in der Ordnung52). Auch Africanus nimmt es zuvor als feststehend an, dass Susanna 48) Sus. (Theodotion’scher Text v. 1, 2 und danach auch in den Septuagintaltext hineingetragen) Kal rjv dvrjQ oixwv iv Baßvhwvi, Kal ovofxa avzov *Iwazeifi. Kal elaße yvvalKa fj ovofxa 2wadvva x. %. Z. (Wir werden in der Folge den Theodotionischen Text durch Th., den septuagintalen durch S. bezeichnen) s. auch S. 7, Th. u. S. 29). 49) Th. (S.) 4. 50) 2. Kön. 25, 27—29, Jer. 52, 31—34. 51) 2. Chr. 36, 6 (להוליכו בכלה drückt nur die Absicht aus, die aber noch immer aufgegeben werden konnte), Daniel, 1, 2 (wo ויביאם sich offenbar nur auf die heüigen Geräthe beziehen kann). Dem Berichte 2. Kön. 24 1—7 gegenüber haben diese Angaben, auch wenn man sie anders auffassen wollte, kein Gewicht. 52) CQ Uqös c£7r7cölvT0g, ev tw Kazä zrjv 2(jüGavvav Kal zov /iavwjl

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