Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- III. (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
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16 seine Tage im Gefängnisse zu. Auch sein Vetter und Vorgänger Jojachin schmachtete, so lange Nebucadnezar lebte, im Kerker. Er war im Alter von 18 Jahren39) nach dreimonatlicher Regierung in’s Exil geführt worden und hatte entweder überhaupt keine Kinder oder war nicht zu hoffen, dass durch diese der David’sche Stamm forterhalten werden könne40). s9) 2. Kön. 24, 8; in 2. Chron. 36, 9 kann die Zahl acht schon deshalb nicht richtig sein, weil Jeremia von Jojachin als von einem Manne spricht (Jer. 22, 28). Einen Versuch zur Ausgleichung der beiden Daten finden wir bereits im grossen Seder Olam (c. 25) מה ת״ל שמונה ומה ת״ל שמונה עשרה בן שמונה כשמלך ומשמלך שמנה עשרה לכשנחתם עליו מר דינו לגלות, doch wird man aus diesen Worten nicht recht klug. Kimchi’s Citat (Comm. zu 2. K. a. a. 0.) ובסדר עולם י״ח של מלך נבובדנצר שמנה משנחתם גזר רץ לגלית macht sie zwar noch unverständlicher, aber es leitet, da er offenbar beide Zahlen an den Unrechten Ort gestellt hat, zur Richtigstellung derselben an. Man muss ומשמלך, das aus einer falschen Doppelschreibung von כשמלך entstanden ist, aus dem Texte ausscheiden. Dann lautet die Bemerkung folgendermassen: ״Warum heisst es acht (2. Chr.) und warum wiederum achtzehn (2. K.), acht Jahre seitdem Nebucadnezar regierte und achtzehn Jahre (das Alter Jojachin’s), als über ihn das Exil verhängt wurde.“ Die Bemerkung, dass der Chronist Jojachin in seinem 8. Lebensjahre zur Regierung gelangen lässt, weil ihn die Kunde, dass Nebucadnezar in seinem 8. Regierungsjahre Jojachin nach Babylon geführt hat (2. K. 24, 12), beirrt hat, macht die Vermutung, dass diesem Könige in der Chronik 10 Lebensjahre weggenommen und dafür 10 Regierungstage gegeben wurden, unnötig. 40) In 2. Kön. 24, 15 wird nur berichtet, dass ״die Weiber des Königs“ d. i. seine Serailfrauen mit in’s Exil giengen, von Kindern wird in den historischen Berichten nichts erwähnt, aber durch die rhetorischen Fragen des Propheten Jeremias (22, 28) blickt die Thatsache durch, dass mit Jojachin auch ״sein Same in ein Land geschleudert wurde, das sie nicht kennen“. Die 70 lesen freilich הרעו nicht und geben daher auch die Verba singularisch. Es wäre damit der Widerspruch behoben, da מזרעו (v. 30) sich auch auf eine erst zu erwartende Nachkommenschaft beziehen kann. Man kann sich aber auf diese vereinzelt dastehende LA• nicht stützen. Kimchi’s Erzählung bewegt sich hier in einem Zirkel und enthält in der Angabe, dass Jojachin seine ganze Lebenszeit in Gefangenschaft verbracht (כי כל ימי חייו היה בשבי) sogar eine Unrichtigkeit. Möglich, dass hier זרעו die Sprösslinge des Königshauses überhaupt bezeichnet, die ja als Eunuchen, (Daniel 1, 3, 8) in einem Erbreiche nicht regierungsfähig waren. — Dass והגבירה (Jer. 29, 3) nicht die Frau des Jojachin bezeichne, deutet eine hagadische Notiz (Num. rab. c. 23 gegen Ende und Tanchuma Masse 13) an (vgl. David Lurja z. St.)• Die dort angeführte