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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1877-01-01 · III. (1877) · page 17

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
III. (1877)
Date
1877-01-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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babylonischen Gemara24). Es wird zwar dort nur der an Semiramis — die ungenannt bleibt und als Tochter, nicht als Frau Nebucadnezars erscheint — so arg missglückte Verführungsversuch als das Verbrechen hingestellt, das Achab und Zidkia zu einem Gegenstände des Fluches gemacht, doch erfahren wir wiederum durch die Elieser-Boraita25), die R. Jochanan als Tradenten nennt, dass sie es auf die Chaldäerinnen überhaupt abgesehen hatten, was allein Nebucadnezar — von einer Annäherung an seine Frau oder an seine Tochter wird hier keine Erwähnung gemacht — dazu bestimmt hat, sie zum Feuertode zu verurteilen26). Wir ersehen aus diesem Berichte auch, dass die Sage von diesen beiden Männern in manchen Kreisen auch noch eine weitere Umgestaltung erfahren hat, denn Achab und Zidkia sind hier weder Pseudo-Propheten, wie in der an ein Wort Jeremia’s anknüpfenden Tradition, noch verläumderisehe Zeugen, wie in der Susanna-Schrift, sondern trügerische Heilkünstler, die die Gelegenheit, da Chaldäerinnen sich ihrer Behandlung unterziehen, dazu missbrauchen, mit ihnen intimere Beziehungen anzuknüpfen 27) Die Sage, die über die beiden Betrüger der babylonischen Exilsgemeinde umgieng, hat aber, wie sich aus der Relation der Pesikta 28) Spiegelungen, durch welche die Verführer die Frauen auf ihre Seite zu bringen suchten. Derselbe Sinn liegt auch in dem früheren .ואף הוא בך היד. עושד 24) Synhedrin 93 a. 25) C. 33. 26) Ein Pendant zu dieser in den babylonischen Traditionsquellen vorhandenen Erzählung liefert die der altpersischen Sage angehörende Nachricht von der Feuerprobe, die der Prinz Siawusch bestanden: Sudaba, die Tochter des Königs von Hamaveran, hatte sich in Siawusch verliebt und liess kein Mittel unversucht, ihn zu verführen. Erzürnt über seine Tugend, die für die Liebe einer Haremfrau seines Vaters kein Gehör hatte, klagte sie ihn bei dem Konige Kai Kaus an, dass er versucht habe, ihr nahe zu treten. Nachdem der König dieser Rede keinen Glauben geschenkt, trat sie zum zweiten Male gegen ihn als Klägerin auf und beschuldigte ihn, durch vertrauten Umgang mit einer Frau seines Vaters den Harem entweiht zu haben. Siawusch musste durch’s Feuer gehen, um zu zeigen, dass diese Anklage erfunden sei, und kam unversehrt aus den Flammen hervor. (Malcolm Geschichte Persiens, Th. L, S. 29, 30 nach Firdusi). אחאב בן קוליה וצדקיד. בן מעשיה נעשו רופאי שקר והיו בו רפא י ם את נשי בשדים ובאים (27 .עליהם בתשמיש המטח שמע המלך ואמר לשורפן 28) Ed. Buber No. 25 p. 164, 165.

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