Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- III. (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2418846-2418851--0487-2419376- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
nicht recht verständlich war. Heber die Mittheilungen, die er vön ihnen empfangen, gibt er in seinem Antwortschreiben an Africanus folgenden Bericht 16): ״Da mir diese Stelle 14) keine Ruhe liess und ich selbst oft zweifelnd bei ihr verweilte, so wendete ich mich an nicht wenige Hebräer mit der Frage, wie bei ihnen der nqlvog (Steineiche) heisse und was sie für TtgtCeiv (sägen) für ein Wort haben, ferner in welcher Weise sie den Pflanzennamen ayivog (Mastix) übersetzen und wie sie für G%i^etv sagen. Die einen erklärten nun, dass sie die griechischen Wörter rcglvog und G%ivog nicht kennen, verlangten aber, dass man ihnen die Bäume zeige, damit sie danach wissen, welche Wörter sie für sie gebrauchen. Ich — eine Freundin ist doch die Wahrheit — stand auch nicht an, ihnen die Holzarten vor Augen zu stellen. Ein anderer behauptete, von dem was nicht in der Schrift genannt sei, lasse sich nicht sicher sagen, wie man es im Hebräischen ausdrücke. In der Eile geschehe es auch, dass man aus Verlegenheit sich eines syrischen Wortes anstatt das hebräischen bediene. Er sagte noch, dass auch bei sehr weisen Männern zuweilen gewisse Ausdrücke gesucht werden 15). Wenn du, fuhr er fort, mir nun zeigen kannst, dass der Mastix oder die Steineiche irgend einmal in der Schrift genannt wird, dann würden wir von einer solchen Stelle aus das gesuchte Wort finden wie auch seine Ableitung, ist aber da nirgendswo diese Benennung vorhanden, dann ist Solches auch uns unbekannt. Da nun Dieses von den Hebräern, mit denen ich verkehrte, gesagt wurde, und so nichts darüber zu erfahren ist16), hüte ich mich wohl, mich darüber zu äussern, ob auch bei den Hebräern diese Wörter in solcher Stamm Verwandtschaft und in gleicher Bedeutung erhalten seien oder nicht. Du aber weisst es vielleicht, wie du versicherst.“ 13) Ich übersetze nach dem Texte in Migne’s patrologia tom. XI p. 61—65־• 14) Sus. 54, 55, 57, 58. 15) Er wollte wol damit sagen, dass manchmal auch gelehrte Männer nicht den rechten Ausdruck zur Hand haben und sich daher mit fremden Wörtern behelfen müssen. Die Worte xai 7tagä roig 7tavv Gocpoig M^eig rtväg £6telG'S'ca lassen aber auch den Sinn zu, dass manche Ausdrücke in der Bibel auch für gelehrte Männer zuweilen ein Gegenstand der Frage und der Untersuchung seien. 16) Die Worte ogov em!tirj Igrogia übersezt Wetsthenius: historiam non agnoscentibus, was dem Wortlaute nicht recht entspricht.