Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- III. (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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- Origen 2× ep/1025440
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jede Andeutung, so dass Naehmani, der einzige jüdische Autor des Mittelalters, der ihrer erwähnt, sie nur aus dem syrischen Apokryphen- Codex kennt und auch das Eine Mal, da er sie anführt, sie mit dem Buche Judith verwechselt, weil dieses ebenfalls nach einer Frau seinen Namen erhalten hat12); allein Origenes und Hieronymus wissen von jüdischen Traditionen zu erzählen, die zu dem Inhalte der Susanna- Schrift eine unverkennbare Beziehung haben. Origenes, der es unter den alten Kirchenlehrern zuerst erkannt hat, dass das Verständniss der biblischen Urkunden ein unsicheres und darum auch ein unrichtiges sein müsse, wenn nicht die in den Händen der Juden befindlichen Originaltexte zur Grundlage der Exegese gemacht werden, hatte zu Nachforschungen über die Entstehungsgeschichte und die Grundspräche der Susannaschrift noch eine besondere Veranlassung. Sein Freund Julius Africanus, der ein wenig von der Skepsis angekränkelt war, hatte ihm nämlich in einem um das Jahr 240 verfassten Sendschreiben die Bedenken dargelegt, die ihn an der historischen Wahrheit der Susanna- Erzählung zweifeln liessen. Origenes bot seine ganze Gelehrsamkeit und dialectische Kunst auf, um diese Bedenken zu nichte zu machen, wandte sich aber früher doch noch an die ihm bekannten jüdischen Schrifterklärer um Auskunft über Manches, was ihm im Susanna-Buche 12) Naehmani bemerkt, indem er den Wortsinn von עמד (Deut. 21, 14) festzustellen sucht, im Commentare z. St,., dass dieser Stamm im Aramäisehen die Bedeutung ״unterthan sein“ habe. Zum Beweise führt er folgende SteUe aus dem Buche Judith (vgl. Rappaport in Kerem chemed 6 S. 257), an, die (vgl. auch Plessner a. a. 0. S. 42) dem Peschitthotexte entnommen ist, wie das aus folgender Collation erhellt. Naehmani: ושדר מלכא דאתור על כולרון אמירו? דנינור ועל כל דעמרץ על יד ימא ועל עמור דכרמלא ודגלעד וארפיכו פתגמא דנבוכדנצר כולרון עמורייא דארעא ולא תדחלון. Peschittho (Ed. Lagarde) Judith I.: (7) ושדר .... מלבא דאתוד על בולרו ן עמוריד. דלבנא . ... ועל כל דעמרין על יד ימא (8) ועל עמורא דכרמלא ודגלעד ... (11) וארפכו פתגמא דנבונדנצר מלכא כלרון עמוריר ... ולא דחלז מגר. In N.’s Citate ist עמירר für .אמירד und דחלו für תדחלון zu schreiben, sonst ist dasselbe, die Auslassungen abgerechnet, mit dem Peschittho-Texte gleichlautend und die Variante דגינור für דליבנא sogar sehr beachtenswert. Wenn N. als Quelle desselben die ״Susan-Rolle“ nennt (כמו שכתוב במגלת שושן), so hat er wiederum mit Entlehnung des Namens שושן aus dem syrischen Texte die Susanna-Sehrift mit dem Judithbuche verwechselt, in welchem so wie da eine Frau die Heldin der Erzählung ist. Andere Erklärungsversuche dieser Quellenangabe findet man bei Rappaport (a. a. 0.)