Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- II. (1876)
- Date
- 1876-01-01
- Page
- – (sequence 212)
- Language
- German
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zu führen, denn für ihn gab es keinen Widerspruch zwischen beiden. Er sucht in demselben nur darzuthun, dass die Abweisung des philosophischen Studiums von Seite der Frommen aus Furcht, dass dieses ihren Glauben zu erschüttern vermöchte, ihrer religiösen Anschauung mehr von Schaden als von Nuzen sei und die Lehre des Judentums selbst die gedankliche Durchdringung des Glaubens gebiete. Dass eine Philosophie, mit Palaquera’schen Voraussezungen ausgestattet, den denkscheuen Frommen endlich auf ihre Seite bringt, ist leicht vorauszusehen. Ist der Inhalt dieses Schriftchens, dessen klare und gefällige Darstellung es leicht populär machen konnte, an sich von keinem besonderen Werte, so verdient es doch als ein Zeugniss von der Denkungsart des Verfassers und, da die Personen, die darin redend eingeführt sind, als typische Charaktere des 13. Jahrhunderts angesehen werden können, auch als ein Bild der damals herrschenden religiösen Richtungen gekannt zu werden. Der gelehrte Herausgeber hat die beiden der vorliegenden Edition zu Grunde liegenden Ausgaben sorgfältig verglichen und die Vorgefundenen Varianten mitgetheilt, so dass der Leser in den Stand gesezt ist, aus denselben die richtigen Lesearten zu combiniren *). S. 4 zieht der Herausgeber die in der Ed. Prag gegebene Vertheilung der Reden der in den Ed. Konstantinopel vor, doch werden danach dem Frommen Worte in den Mund gelegt, die zu seinem Charakter nicht passen. Der mit אמנם אם תבטיחני beginnende Saz (Z. 16) steht mit der voranstehenden Rede in keinem Zusammenhänge. Das Verlangen, dass der Gegner dem Redenden die Zusicherung gebe, er werde ihn nicht vorschnell verurteilen, hat nur in dem Munde des Weisen, der den Frommen belehren will, einen guten Sinn. Die Ed. Konst, lässt hier die Rede des Frommen, der bis jezt gesprochen, von Neuem beginnen, was dem Baue des Dialogs nicht entspricht. Es scheint, dass אמנם eine Corruptel aus אט' החכם ist. Auch S. 2 sezt der *) So wird S. 1 ed. Konst, gemäss des Reimes halber zu lesen sein; אל תהשבז כי איבת ההבמה על התורה לשומר. (להשימח?) או להיפך איבת התורה על החנמה לרשתה עד גשמה (die Emendation von פותים in פיתים daselbst ist nicht notwendig; פיתים ist wol nur Druckfeier für האמורה .(פתיים S. 5 Z. 12 hat wol ursprünglich האמירה gelautet. פחקה S. 6, Z. 10 v. u. ist wol aus בדוקה entstanden, עוב בע״ל S. 14 Z. 1 v. u. ist aus [עול מלנכיות corrumpirt.