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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1876-01-01 · II. (1876) · page 207

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
II. (1876)
Date
1876-01-01
Page
– (sequence 207)
Language
German
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261 Verfasser hier die Geschichte von den 12 Wittwen (J. Jebamot 4, 12) im Sinne gehabt haben und es ihm durch eine andere LA. oder sonst wie bekannt gewesen sein, dass der zur Leviratsehe verpflichtete Schwager.Bar-Kappara war? Die Citate (Jalkut II, 143 Or. Sarua I, 638) lassen davon nichts merken; Bar-Kappara spricht sich (b. Jebam. 109 a) überhaupt gegen die Eingehung der Schwagerehe aus. Der Verfasser hatte in manchen Talmudstellen andere Lesearten und dies gibt, da das Buch zumeist aus Anfürungen solcher besteht, demselben einen besondern Wert. So scheint der Artikel בר בר שמן (4 a) auf eine solche LA. für רבץ בר שבא (Chul. 48 a) hinzuweisen. In Bechorot 18 b hat er für אמר ר׳ אמי חזר בו ד טרפון richtiger א״ר בידיא א״ר אמי ח, ב׳ ר׳ ט׳ (vgl. Sueca 27a, 34 b). Zu dem Ausspruche R. Jose b. Elieser’s Sifre I 84 באדם שמושיט אצבעו לתוך עינו ומחטטו hat er den bei uns feienden Nachsaz בך בל המודש ליש באל סוף נוטל שלו מתחת ידו erhalten (10 a), doch darf man sich von dem corrupten Zustände, in dem sich der Text dieses Lexieons befindet, nicht beirren lassen. S. 8 b wird aus dem ״Jeruschalmi“ eine Boraita angeführt, die mit den Worten יהושע שופטים beginnen soll. Der Herausgeber bemerkt mit Recht, dass sich in der p. Gemara eine solche Stelle nicht findet und es auch unerfindlich sei, was der Verfasser hier bemerken wollte. Allein 2 Feier haben hier diese ganz einfache Erörterung unverständlich gemacht. Eine Zerlegung des Wortes בירושלמי in einzelne Bestandtheile (בירו של מי) lässt es sofort erkennen, dass es aus [סדרן של נבי[אים entstanden und hier nur die bekannte Boraita (bab. bat. 14 b) citirt ist. Emendirt man noch לשבר Z. 7. in לסדר, so kann man über den Sinn der von dem Verfasser aufgestellten Frage keinen Augenblick in Zweifel sein. Dem Ausspruche der Weisen (13b) zufolge, meint der Verfasser, hätte es keinen Zweck, die Ordnung, in der die bibl. Bücher auf einander folgen, anzugeben, da nach ihrer Ansicht jedes für sich zu binden sei und eine Bezeichnung ihrer Reihenfolge die Erlaubniss, mehrere bibl. Schriften in eine Rolle zu schreiben, zur Voraussezung habe. — Manche andere Gorruptelen, wie S. 5 b Z. 6 v. 0., wo מנלן für מילן zu sezen ist, sind von untergeordneter Bedeutung. Wir sehen der baldigen Fortsezung dieses Lexieons, das ein werthvolles Hilfswerk für das Talmudstudium zu werden verspricht mit besonderen Interesse entgegen.

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