Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- II. (1876)
- Date
- 1876-01-01
- Page
- – (sequence 206)
- Language
- German
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200 dies Alles unbekannt geblieben. Zunz hat übrigens (Literaturgesch. S. 325), nachdem H. J. Michael ihm bereits früher mitgetheilt, dass der Verfasser ein Bruder des R. Meir v. Speyer gewesen (z. Gesch. a. a. 0.), R. David b. Kalonymos b. Meir (c. 1223) als denselben erkannt. Wir müssen mit der Anname dieser Vermutung allerdings noch zögern, bis für H. J. Michael’s Mittheilung, die doch nur diesem Werke entnommen sein kann, die Quelle vorliegt. Es wird aber dann auch noch zu untersuchen sein, ob unsere Tosafot zu Sota nicht dem Verfasser dieses Lexikons angehören, da 40 b ומורי הרב ר' מאיר בר קלונימוס und 22a מורי אחי הר״ם angeführt wird und der Verfasser auf seine Tosafot zu Sota verweist (Einl. S. 2.)*) Soweit aus den bereits vorliegenden Artikeln (von בר נתן bis zum Ende des Buchstaben ם) zu ersehen ist, lag es weniger in der Absicht des Verfassers, ein biographisches Lexikon zu liefern oder zu dem Namen eines jeden Autors die sämmtlichen diesem angehörenden Aussprüche zu verzeichnen, als vielmehr einzelne Säze derselben gründlieh zu erörtern. Dennoch ist die Anführung von Nachrichten über die Lebensgeschichte der Talmudisten ein wesentliches Moment seiner Arbeit. Ein eigentliches System tritt nicht hervor, aber durch ein methodisches Studium des Talmuds, wie es für eine solche Arbeit erforderlich ist, ist der Verfasser auf manche Entdeckungen geführt worden, die das innere Gefüge dieses monumentalen Literaturwerkes näher erkennen lassen. So findet er (sv. 2 בר פדיא a), dass die Aussprüche der babylonischen Lehrer denen der palästinischen vorangestellt sind, und (sv. 10 בחירהa), dass bei der Benennung der Autoren, die nicht immer gleich ist, nach gewissen Regeln vorgegangen wurde**) u. dgl. Manche Angaben, deren Quelle nicht angegeben ist, bedürfen noch näherer Ermittlung. So wird 3 b von Bar-Kappara berichtet, dass 12 Frauen seine Ernährung übernommen haben, damit er sie später eheliche (ומפורש באגדה שי״ב נשים היו לו וקבלו עליהן לפרנסו כדי שישא אותן מרוב חכמתו), wofür kein Beleg vorhanden ist. Sollte der *) Die ungewöhnlich häufige, ja fast regelmässige Besprechung der Stellen in j. Sota zeigt, dass diese Tosafot nicht von demselben Verfasser wie die übrigen sein können. **) כלל זה תתפוש כל מקום שתמצא במשנה או בריתא לא ישגה בר (בז•1) אלא בן וכוי. Für שם הלוגי das. ist ״ שם הלוויBegleitname“ zu lesen.