Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- II. (1876)
- Date
- 1876-01-01
- Page
- – (sequence 193)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2418846-2418849--0446-2419334- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
187 Der Verf. des Buches d. K., der von hier ab über je zwei gleichnamige Könige, die in Israel und Juda auf einander folgten (Achasja und Joram in Israel, Joram and Achasja in Juda) zu berichten hatte, machte sich hier eine Notiz, die später in ihrer abrupten Form in den Text selbst hineingetragen wurde. Die ganze Stelle dürfte, wenn sie über־־ haupt vollständig war, dazu gedient haben, die beiden Achasja aus־ einander zu halten. In der zweiten synchronistischen Reihe von Athalja bis zum Tode Usia’s stimmen die an verschiedenen Orten gegebenen Daten auch nicht immer zusammen. Was die Regierungsdauer der zwei ersten Nachfolger Jehu’s betrifft, so ist die Schwierigkeit behoben, wenn 2. Kön. 13, 10 ותשע für ושבע gelesen wird*). Eine viel grössere Lücke zeigt sich 15, 1, wo angegeben wird, dass Usia im 27. Jahre Jerobaam’s den Thron bestieg, währenddem sein Vorgänger Amazia nach 14, 17 schon in dem 15. Regierungsjahre Jerobaam’s gestorben sein muss. Nach 15, 8 kam Sacharja, Jerobeams Sohn, im 38. Jahre Usia’s auf den Thron. Da dieser im 27. Jahre Jerobaam’s König wurde, so müsste, wenn Sacharja der unmittelbare Nachfolger seines Vaters gewesen wäre, Jerobaam nicht weniger als 65 Jahre regiert haben, währenddem das 2. B. d. K. nur von 41 Jahren weiss (14, 23). Grätz nimmt im Reiche Juda zwischen Amazia und Usia ein Interregnum von 12 oder 11 Jahren an und theilt Jerobaam eine Regierungsdauer von 61 Jahren und darüber zu. Die Beweise, die er für ersteres vorbringt, reichen abgesehen davon, dass sie sehr schwankend sind, nicht aus, um ein so langes Interregnum zu rechtfertigen. Der erste Widerspruch löst sich dadurch, dass in 2 K. 15, 1 שבע עשרה für עשרים ושבע gelesen wird. Die Wirren nach dem Tode Amazja’s (14, 20, 21) werden nicht mehr als 2 oder 11/2 Jahre gedauert haben, w ie auch kaum anzunemen ist, dass Usia bei dem Tode seines im 54. Lebensjahre ermordeten Vaters nicht älter als 4 Jahre wrar. Das Datum 15, 8 behält seine Richtigkeit, wenn wir annemen, dass im Reiche Israel nach dem Tode *) Dass die durch die hebr. Buchstaben bezeichneten Ziffern in den bibl. Schriften in Anwendung waren, ist höchst zweifelhaft. Die Stelle 2. K. 15, 30 (S. 475) beweist nichts, da der Text und die Peschittho nur in den in der Schrift leicht zu verwechselnden Wörtern ישרים; und שתים variiren und ursprünglich vielleicht .שתים עשרר, also beiläufig beide Wörter hier standen.