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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1876-01-01 · II. (1876) · page 187

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
II. (1876)
Date
1876-01-01
Page
– (sequence 187)
Language
German
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181 des Gesammtvölkes bildete (19, 44), kennen lernen wollte, um bei dem offenen Ausbruche der inneren Spaltung zu wissen, auf welche Anzal von Waffenfähigen er rechnen könne. Man wird demnach, da es ja ganz unwahrscheinlich ist, dass Ittai v. Gath mit 600 Mann sich David angeschlossen habe (2. B. S. 15, 18 ff.), um ihm gegen Aegypten Suceurs zu leisten, wol auch an der Reihenfolge, in der die Ereignisse nach den Quellenberichten stattfanden, nichts ändern können. In der Construction der Geschichte und in der Anreihung der einzelnen Thatsachen glaubte der Verfasser überhaupt oft von der in den Quellen gegebenen Anordnung abweichen zu müssen. 111 der Anname (Note 8), dass die prophetische Geschichtsschreibung eine vornemlich didactische Tendenz habe und die Gruppirung der Thatsachen in den bibl. Büchern danach zu beurteilen sei, liegt allerdings viel Richtiges, aber der Verf. zieht aus derselben Folgerungen, welche die Grenze des Wahrscheinlichen weit überschreiten. So liesse sieh allerdings annemen. dass die Berufung Davids an Saul’s Hof erst nach der Schlacht bei Ephes-Damim erfolgt sei und der Verfasser d. B. Samuel in c. 16 nur, weil er daselbst erzält, dass auf David vom Tage seiner Salbung an der Geist Gottes geruht habe, über Sa ul’s Missmut herichte, diese Stimmung aber thalsächlich erst nach den Erfolgen Davids sich desselben bemächtigt habe und die Frage Saufs (17, 55) daher ganz erklärlich sei. Man muss aber trozdem dabei bleiben, dass zwei verschiedene Berichte über David’s Berufung Vorlagen, die er zu einer einheitlichen Darstellung verwob, ohne ihre ursprüngliche Fassung abzuschwächen. Nicht nur wird 17, 12 ff. von dem Hause Jischai’s wie von etwas früher nicht Bekanntem gesprochen, währenddem c. 16 schon hinlängliche Mittbeilungen über dasselbe gemacht wurden, sondern der Verfasser sucht auch das bereits Erzälte mit der hier gegebenen Relation in Einklang zu sezen, indem er (v. 14, 15) bemerkt, die drei ältesten Söhne .Jischai’s folgten dem Heerbanne Saul’s, David, der aber schon früher hei dem Könige eingeführt war (c. 16), kam nur ab und zu zu ihm, da er noch die Heerden seines Vaters hütete, Der Passus ושלשה הגדולים הלכו אחרי שאול ist nicht überflüssig, indem er dazu dienen soll, den Unterschied zwischen dem Verhältnisse Davids und dem seiner Brüder darzustellen. Grätz emenäirt zwar שאול (v. 15) in שסואל, was aber entschieden unthunlieh ist, da mR Bezug auf d’׳ese Angabe 18, 2 mitgetheilt wird, dass David

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