Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- II. (1876)
- Date
- 1876-01-01
- Page
- – (sequence 186)
- Language
- German
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180 zu ihrer Heimtücke nennen und zum Falschen deinen Namen anrufen“. Man wird demnach das Verbot in Exod. 20. 2, dessen Inhalt sich mit dem der aus Ps. 139 angeführten Stelle völlig deckt, nur auf die Anrufung des göttlichen Namens zu etwas Falschen d. i. auf den Meineid beziehen können. Das Verbum נשא ist hier elliptisch und bedeutet ,.auf den Lippen tragen". Den vollen Begriffsausdruek hat Ps. 16, 4 und ist so auch Exod. 20, 7 שפתיך by hinzuzudenken. S. 270 wird erzält, dass David die Voikszälung vornemen liess, um einen Kriegszug gegen Aegypten vorxubereiten. 111 den Quellen ist dafür auch nicht die leiseste Andeutung dafür vorhanden. Das folgert aber der Verfasser daraus, dass Pharao nach 1. K. 9, 16 seine!* Tochter die Stadt Geser, die er einst erobert, zur Mitgift gab. ״Um Geser zu erobern, das im Binnenland(: lag, musste Pharao ganz oder einen Theii von Philistäa durchzogen und es unterworfen haben, wahrscheinlich noch ehe er seine Tochter Salomo gegeben halte, noch zu Davids Zeit.“ Das lezte ist durchaus unerwiesen. Nach 1. K. 5, 1; 8, 65 beherrscht Salomo auch Philistäa, das seine (tributpflichtigen) Könige hatte (2, 39). Erobert hat er es nicht, er kann also die Oberherrschaft über Philistäa nur von David ererbt haben. Wol aber suchte Salomo die noch in Palästina sesshaften Urbewohner, die auch unter David nicht bezwungen worden waren, sich dienstbar zu machen (9, 21). Hier mag vielleicht das kenaauitische Gezer Widerstand geleistet haben und von dem ägyptischen Könige, mit dem Salomo schon vor der Heirat seiner Tochter freundschaftliche Vcrbindungen angeknüpft hatte, erobert worden sein. Der Verfasser, der der griechischen Version oft vor der hebr. Textesfassung den Vorzug gibt, hätte darauf achten sollen, dass diese (4, 34) ausdrücklich die Eroberung Gesers in die Zeit Salomo’s sezt (%6%a äveßi] OaQcao ßaouebg z. %. 1.) Der Grund dieser Zälung scheint in den inneren Verhältnissen des Davidischen Reiches zu liegen. In 2. Sam. 24, 1 wird nicht umsonst angegeben, dass Israel und Juda, und zwar jedes für sich, gezält werden sollen (לך הנח את ישראל ואת יהודה). Dieses Verfahren beobachtet auch Joab, der den Betel des Königs ausführt (v. 9, i. Chr. 21, 5). Salomo lässt nachträglich auch die Anzal der den fremden Stämmen angeb origen Palästinenser aufnemen (2. Chr. 2, 16). Man wird daher vermuten können, dass er das Verhältniss der Streitmacht Juda’s zu der Israels, welches eine besondere Fraction