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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1876-01-01 · II. (1876) · page 171

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
II. (1876)
Date
1876-01-01
Page
– (sequence 171)
Language
German
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105 שי5מה No. 22 (14, b) eine kurze, aber mit der bereits angeführten Relation völlig übereinstimmende Mittheilung. Die Grabstein-Inschrift scheint nicht mehr bekannt zu sein, denn der Verfasser der Gesch. d. Metzer Rabbinate, der (S. 381) die seit damals in Metz bestehenden liturgischen Einrichtungen kennt, weiss nichts von ihr. Seine wie Carmoly’s sonstigen Daten sind hier falsch. Die aus dem Munde einer leidenden Frau stammende Erzälung von den 6 Teufeln in Frauengestalt ist natürlich kein Erklärungsgrund für diese seltsame und in ihrem Ausgange so klägliche Katastrophe. Es kann hier nur ein falsches Gerücht, das sich mit Blizesschneile verbreitete und sofortige Ueberstürzung hervorrief, dieselbe herbeigeführt haben. 11. Plagiate. Obzwar der Talmud lehrt, dass derjenige, der ein Wort im Namen dessen, der es gesprochen, mittheilt, ein Werk der Erlösung vollführe (Abot 6, 6) und dass ein Verstorbener, in dessen Namen eine Lehre vorgetragen ,wird, gleichsam aus dem Grabe herausspreche (Jeb. 97 a), ist doch gegen dieses doppelte Gebot der Ehrlichkeit und der Pietät nicht selten gesündigt worden. Manche jüdische Schriftsteller des Mittelalters, namentlich die Verfasser von volkstümlichen Büchern moralischen und religionsgesezlichen Inhalts, denen es weniger darum zu thun war, ihrer geistigen Subjectivität ein literarisches Denkmal zu sezen, als vielmehr, den Lesern den gebotenen Wissensstoff in möglichst anziehender und vollständigerWeise darzulegen, machten sich kein Gewissen daraus, einzelne Stücke aus den Schriften ihrer Vorgänger oder selbst ganze Werke in ihre Darstellung wörtlich aufzunemen, ohne die Quelle zu nennen. Einige Beispiele mögen genügen, um diese auch in anderen Literaturkreisen wahrgenommene Erscheinung zu beleuchten: 1) David Abudraham schildert (Abudr. ed. Prag 11b) die zweckmässige Gestaltung der Organe des menschlichen Körpers. Das Alles liest man bis auf einzelne unwesentliche Verschiedenheiten Wort für Wort in Sabbatai Donolo’s Einleitung zu seinem Jezira-Commentare (herausgegeben 1854 von Jellinek unter dem Titel פירוש נעשה אדם

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