Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- II. (1876)
- Date
- 1876-01-01
- Page
- – (sequence 166)
- Language
- German
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160 5) Alle sonstigen R. sind hart. Saadja (Comm. z. Buche Jezira bei Derenbourg a. a. 0. S. 109 und bei Grätz a. a. 0. S. 283) hat dasselbe System von Regeln ,wie Juda b. Alan, nur ist das R., das nach diesem weich sein soll, hart und umgekehrt. Er befindet sich also gar nicht im Widerspruche mit demselben und erscheint der Laut, der diesem als dageschirtes Resch gilt, ihm als ein einfaches R. Wir können hier Juda b. Alan’s Angabe für correcter halten, da er als Tiberienser mit der in seiner Heimatsstadt üblichen Sprechweise besser bekannt sein musste, als der dem palästinischen Wesen doch fernerstehende Saadja. In Ueberein- Stimmung mit J. befindet sich nach Pinsker (a. a. 0.) eine massoretische Angabe zu Ende eines Odessaer Bibelcodex und der Verf. des von Derenbourg herausgegebenen מחברת התיגאן (manuel de lecteur), der nur in einem Punkte von Juda b. Alan abweicht.*) Nach dem Angeführten ist es klar, dass die harte Aussprache des ריש die Regel und die Erweichung desselben die Ausname ist. Dieses musste da eintreten, wo bei der gewöhnlichen Pronunciationsweise desselben eine Verschmelzung mit dem nächststehenden Consonanten stattfinden konnte. Eine solche wurde vorausgesezt, wo dem R. ein vocalloser Zischlaut oder eine der Liquiden N und L voranging. Das R. in der gewöhnlichen (harten) Aussprache muss etwas von dem Charakter beider an sich gehabt haben, also ein Doppellaut gewesen sein und nur, wenn es erweicht wurde, den reinen R.-Laut dargestellt haben. Wir können, so verfelt auch sonst die Ausführungen G’s hier sind, mutatis mutandis mit ihm nur darin übereinstimmen, dass er gewöhnlieh wie rs oder slavisches r klang. Merkwürdiger Weise wurde auch der noch nicht genug gewürdigte Grammatiker Salomon Hanau durch sein eigenes Sprachgefühl auf die Anname geführt, dass das hebr. ר׳ in seinem ursprünglichen Lautgehalte dem slavischen r entspreche (בנץ שלמה ed. Frankfurt 3 b ולבי אומר לי שיתכן הברת הרי״ש כהברת אות אר שלהם בלשון פהיטיא ובלשון פולוניא שקריאתה בדחיית האויר לבין השנים וכאלו שין נכתבה אחריה ובמהירות דבקות היותר אפשרית כנודע ליודעי כתבם ולשונם). *) Die Worte וכן יבא אותיות ל״ג לפני הריש ויבא הריש בשוא ויהא רפי כמות לרצונכם ונראה ודומה besagen, dass nur vocalloses R. nach ל״ג lene ist, währenddem nach J. b, A. bei Kimchi dies ausnamslos der Fall ist.