Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- II. (1876)
- Date
- 1876-01-01
- Page
- – (sequence 165)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2418846-2418849--0418-2419306- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
159 Ein Einblick in K.’s Michlol, den er nur flüchtig nachgesehen zu haben scheint, hätte ihn jedoch augenblicklich belehren können, dass das. (ed. Fürth 91 a) unmittelbar nach dem ihm bekannten Eingangspassus schon das ganze von ihm in Kairo entdeckte Stück gegeben wird, und zwar in einer viel correcteren Fassung, als er sie in dem Kairo’schen Codex vorgefunden hat. Alle die von ihm aufgewendete Mühe, den ziemlich schlechten Text zu verbessern, aus dem er am Ende doch keinen Sinn herauszubringen vermochte, wäre ihm dadurch erspart geblieben. Kimchi’s wortgetreuer Auszug ist nur, wie dies bereits Derenbourg (Manuel du lecteur S. 187 Anm. 1) gethan hat, an zwei Stellen nach der Pariser Handschrift zu emendiren und zwar ist unter den Paradigmen יצרו ,יצרו in יצר יצרו (Hab. 2, 18) zu verwandeln und או תחת ריש דגוש in או תחת הריש יצא הריש דגוש (wie auch die Grätz’sche Copie hat) zu vervollständigen. Nach Juda b. Alan — es genügt, da der Michlol von jedem leicht eingesehen werden kann, die Verweisung auf die obenbezeichnete Stelle — galten für die Ausspräche des Resch folgende Regeln: 1) Steht R. nach den Buchstaben S., D., T., Sz., Z., T., N., L. (!זד״ט סצ״ת נ״י) und sind diese vocallos, so wird es weich ausgesprochen und daher ohne Dagesch geschrieben.*) 2) Ist R, das den erstgenannten sechs Buchstaben (זד״ט סצ״ת) folgt, vocallos, so ist es ebenfalls weich.**) 3) Sind diese oder das ihnen folgende R. nicht vocallos, so wird es hart ausgesprochen. 4) R., das den Buchstaben ^ג״ folgt, wird immer weich, das ihnen vorangeht, hart ausgesprochen.***) *) Der dies ausdrückende Saz ist durchaus klar. Die kurzgefasste Formel (סימן) dieses phonetischen Gesezes war גצב וסמוך לאותיות זדייט סציית נ״ל*, nach Anführung der Paradigmen, auf welche כאשר פירשנו hinweist, wird dieses klarer dargelegt. In dem Passus ויהיר. בקוריו בשס ist für 'נ vielleicht נקודן zu lesen. **) ואם יהיה ריש הסמוך לשש אותיות וגקודן (ובקודו .1) בשוא יצא בלשון רך. Hier hat der G’sche Text die richtige Fassung. Das Wort וגקודן feit mit Recht in demselben. ***) ובן שתי אותיות ג״ל הסמוכות לרי״ש מלפניו... עייר זדייט מציית יצאו השנים ושמושם בלא שוא d. h. es gilt hier dasselbe, was von den acht ״mit Ausnamen der zwei (גייל)“ wenn sie, ohne Schwa, d. h. nicht vocallos sind. Dass ר nach ל und 1, auch wenn diese vocalisirt sind, weich bleibt, zeigen die Beispiele גר, לרוץ, נדר. T ״*