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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1876-01-01 · II. (1876) · page 162

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
II. (1876)
Date
1876-01-01
Page
– (sequence 162)
Language
German
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156 so öffentlich lehrten, wie die Männer der grossen Synode (ושמעיה ואבטליון מבני בניו של סיסרא היו ולמדו תורה ברבים כאנשי כנסת הגדולה) Man kann wol daraus nicht auf einen Widerspruch mit der Glosse des bab. Talmuds schliessen, da סיסרא höchst wahrscheinlich hier nur irrtümlich für סנחריב eingesezt ist, allein die specielle Benennung der Thanaiten ist überhaupt jünger, so dass man sie nicht als traditionell ansehen kann, ln der Boraita selbst, in der die Ordnung der einzelnen Theile ohnehin schwankend ist, muss eine Versezung vorgenommen werden. Die ersten Säze lauteten gewiss ursprünglich מבני בניו של הטן למדו תורה בירושלים, מבני בניו של סיסרא למדו תורה בבני ברק• An den Namen des Ortes Bene-Berak (Josua 19, 45) klingt der Name Baraks, des Besiegers Sisera’s an. Die deutende Hagada, die Sisera und Jael in nähere Berührung kommen lässt, (Jeb. 103 a), gab den Stoff zu der Anname, dass Nachkommen desselben dem Judentume angehören• R. Akiba wohnte in Bene-Berak (Synh. 32b). So bildete sich die sonst ganz unbegründete Sage, dass Akiba von proselytischer Herkunft und zwar ein Abkömmling Sisera’s war. In dieser Angabe liegt somit auch nicht ein Körnchen historischer Wahrheit. Ueber die Nachkommen Haman’s, die in Jerusalem lehrten, feit jeder Anhaltspunkt. Wenn die Ortsangabe בירושלים hier nur den Effect dieser Tradition steigern soll, so darf angenommen werden, dass mit dem ״Hamaniden“, Monobaz, ein Zeit- und Lehrgenosse Akiba’s, gemeint ist, der von dem zum Judentume übergetretenen adiabenischen Königshause abstammte (s. Jahrb. I S. 79). 8. Der angebliche Aschima-Cultus der Samaritaner. ibn Esra berichtet im Vorworte zu seinem Ester-Commentare, dass die Samaritaner für בראשית ברא א לה י ם zu Anfänge des Pentateuchs (Gen. I, 1) בראשית ברא אשימא geschrieben hätten, weil die von ihnen verehrte Gottheit Aschima hiess. Bechai b. Ascher (כד הקמח SV. פורים ed. Warschau 71a) schreibt ihm dies ohne jede Bemerkung nach. Diese irrige Angabe wird von Ludolf (Ep. Sam. p. 22) Cellarius (Collectanea hist. Samaritanae p. 33) u. a. darauf zurückgeführt, dass die Samaritaner in ihren Gedichten und sonstigen jüngeren Schriften für das Tetragrammaton ״) שמאder Name“) schreiben, und

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