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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1876-01-01 · II. (1876) · page 159

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
II. (1876)
Date
1876-01-01
Page
– (sequence 159)
Language
German
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mehr, es ist darin von einem sonst unbekannten Buche ״ממשאות״ die Rede. Man würde zwar zunächst mit Jizchaki annemen, dass das Buch Mischle gemeint sei, allein dieses heisst durchwegs משלי (vgL bab. bat. 14b, 15a, Abot di R. Natan c. 1, Midr. Chasita und Midr. Koh. Anf.). Zudem ist hier, da die Bezeichnung ספר, welche den Buchnamen תילים und איוב vorgesezt ist, bei ממשלוח feit, klar angedeutet, dass unter demselben nicht die Salomonischen Sprüche zu verstehen seien. Wir lassen es dahingestellt, ob das Prädicat בלואים ״)veraltet, verrissen“) sich auf alle drei hier genannten Bücher oder nur auf das zulezt erwänte bezieht und wollen nur bemerken, dass, wie nach dem Zustande, in welchem sich diese Bücher befanden, zu schliessen ist, sie zu den oft gebrauchten und viel gelesenen gehörten. Was sind das für Fabelschriften oder Gleichnissschriften ״mimschaltot“, von denen wir hier nichts als ihren Titel kennen lernen? Einen beiläufigen Begriff von ihrem Inhalte erlangen wir durch eine LA. in Synh. 38 b, die in einigen alten Handschriften dort vorhanden war. R. Jochanan berichtet nämlich daselbst, dass von R. Meir 300 Fuchsfabeln bekannt waren, von denen aber nicht mehr als drei sich erhalten haben (א״ר יוחנן ג׳ מאות משלות שועלים היו לו לר׳ מאיר ואנו אין לנו אלא שלש). R. Hai Gaon wurde einst über den Charakter dieser Fabeln befragt und erwiederte darauf, dass es änliche Erzälungen wie die des indischen Kelila we-Dimna gewesen wären, nur hätte immer ein Bibelvers die moralische Sentenz gebildet, die aus ihnen resultirte. Das Hai’sche Responsum ist in zwei Gutachten-Sammlungen der Gaonen (ed. Fischl No. 13, ed. Lyck No. 30) und aus ersterer auch bei Dukes (rabbin. Blumenlese S. 7 Anm. 1) abgedruckt. In der ersten Recension befindet sich nun eine Bemerkung, die in der zweiten als unwichtig weggelassen wurde. Die Fragesteller hatten nämlich die zu erläuternde Talmudstelle mit der LA. משלות für ממשלות angeführt, worauf zunächst bemerkt לא מצינו בשאלותיכם כתיב ממשלות וכן הוא מפי ״ .השמועה כאשר כתבנו ממשלותWir fanden nicht ממשלות in euerer Anfrage, unsere Schreibart ist die herkömmliche, nämlich ממשלות“. Die Schreibung ממשלות ist keine erdachte, da das Wort ממשל ungewohnlich ist, wir finden denselben Ausdruck auch in obiger Urkunde. Die Existenz dieses Wortes, für welches in den meisten Codices das geläufigere משל eintrat, lässt sich noch aus einer anderen Stelle nachweisen. Von R. Jochanan b. Sakkai wird im Talmud (Succa 28 a,

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