Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- II. (1876)
- Date
- 1876-01-01
- Page
- – (sequence 145)
- Language
- German
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139 Besiz der Philister, in welchem sie nun verblieb. Da die Stadt als einstige Königsresidenz gewiss gross angelegt war, so kann man sich darüber nicht wundern, wenn Herodot sie zu einer Zeit, in der sie vielleicht nicht mehr so stark an Bevölkerung war, mit Sardes vergleicht. Von Gaza weiss man nur, dass es um die Zeit, als der Maeedonier Alexander es einnam (332), die ״grösste Stadt Syriens4‘ (Plutarch Alex. c. 25) war. Wahrscheinlich ist es nach dem Verfalle Gath’s allmälig zu seiner Blüte gelangt, die mit der Verwüstung der Stadt durch Alexander Jannai (78 ante) wieder verfiel.*) יודקרת .3 In Kid. 16 b wird in einer Boraita gelehrt, dass das Abschieds« geschenk, das ein Sklave oder eine Sklavin bei der Freilassung von dem Herrn erhält, deren Eigentum wird: תני חדא ענק עבד עברי לעצמו וענק אמה העבריה לעצמה . Da jedoch nach einer anderen Tradition das Geschenk der Sklavin ihrem Vater zufällt, so wird die erstere Bestim« *) Der römische Proconsul Gabinius liess bekanntlich unter anderen Küstenstädten später auch Gaza wieder aufbauen (59), aber auf einem anderen Plaze, so dass man nun zwischen Neu-Gaza und ״Wüste-Gaza“ 1Y(QccJ,von welchem lezteren Hieronymus nur noch Trümmerreste sah, unterscLied (Stark, a. a. 0. S. 509). Nach einem ungenannten griech. Geographen, dessen Angabe schon Männert (Geographie von Arabien, Palästina u. s. w. S. 204 Anm. t) notirt, lag das wüste Gaza nördlich von der Neustadt. Wahrscheinlich ist es derselbe Ort, der nach dem Tanaiten R. Elieser b. Zadok I. ״Chorbata ssegirata“ hiess (Tosefta Negaim c. VI, b. Synh. 71a אביר ר׳ אליעזר ״ בר צדוק מקום היתד. בתחום עזה והיו ק י ר י ן אותו חורבתא סגירתאB. Elieser b. Zadok sagte: Ein Ort war im Bezirke Gaza, den man Ch. ss. nannte“). Der Name 'ח׳ ם bedeutet ״Trümmer von mit Aussaz behafteten Häusern“ und wurde dem verwüsteten Gaza vielleicht von den Judäern beigelegt, die nach dem Geseze Lev. 14, 33 ff., diese Stätte als unrein betrachteten. Nach dem Eeferate R. E. b. Z.’s, der in Lydda, also nicht gar weit von Gaza, lebte und im Besize historischer Ueberlieferungen aus der zweiten Tempelperiode war, wurde dieser Ort zu seiner Zeit nicht mehr als bestehend betrachtet. Die Entfernung Gaza’s von Wady al Arisch sezt David Abi-Simra auf zwei Tagereisen an (Resp. No. 30); vgl. über die Lage von Gaza auch כפתור ופרח c. 11 (ed. Edelmann 48 b).