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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1876-01-01 · II. (1876) · page 143

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
II. (1876)
Date
1876-01-01
Page
– (sequence 143)
Language
German
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137 hatte denselben Namen, wie das van den Phöniciern angelegte Gades an der spanischen Küste des Mittelmeeres, das später mit verhärtetem Anlaute Cadix hiess. Das Kaövrig Herodots kann nur aus גדת (das syr. גדותא lauten würde), entstanden sein und es ist nur noch zu untersuchen, ob das, was wir sonst über das philistäische Gath wissen, zu dem von Herodot Berichteten stimmt. Kadytis war nach Her. II, 159 eine grosse Stadt Syriens, die von Pharao Neko eingenommen wurde, nachdem er die Syrer (Judäer) bei Magdolos (Megiddo) besiegt hatte, (gieret ös rrjr jttdxrjv Kdövriv rcöXiv vrjg J2vqLag eovoav fieydhjv eile). Von den Einzelnheiten des von Neko unternommenen Eroberungszuges und von der Niederlage bei Karkemisch weiss Herodot nichts, er nimmt nur von der Einname der Stadt Kadytis Notiz, weil, wie Stark bemerkt, Neko dieses glückliehe Ereigniss durch die Spende eines Weihegeschenks für den milesischen Apollotempel feierte. Bei der Unbestimmtheit dieser Notiz lässt sich also hier an Gath ebenso wie an jede andere syro-palästinische Stadt denken. Näheres ist der Angabe 3, 5 zu entnemen. Dort beschreibt Herodot die Heerstrasse, die über Phönicien durch das Gebiet der Araber nach Aegypten führt. Die Umgebung der Stadt Kadytis bildet hier die südliche Grenze des syro-palästinischen (d. i. philistäischen) Gebietes. Da beginnen die Handelsplätze (i^moqta) der Araber und reichen bis zur Stadt Jenysus, zwischen welcher und dem serbonidischen See wieder Syrer wohnen. Kadytis soll, wie Herodot nach eigener Anschauung (10g q1101 doxiei) meldet, an Grösse Sardes nicht viel nach stehen. Diese Beschreibung passt zwar mehr auf Gaza, das den Griechen als eine grosse Stadt bekannt war, ist aber dennoch von Herodot mit Bezug auf Gath entworfen worden. Der Name dieser Stadt wird bei der Aufzälung der philistiäischen Metropolen in den Reden der späteren Propheten nicht genannt (vgl. Zephanja 2, 4, Saeharja 9, 5, 6, Jerem. 25, 20). Selbst Arnos würdigt (1, 6 — 9) Gath nicht mehr der Erwähnung, weil er 6, 2 von dem Verfalle dieser Stadt weiss. Gath bildete, wie es scheint, bis zu dieser Zeit einen besonderen Staat (ממלכת), an dessen Spitze ein König stand (1 Sam. 27, 5). Es ist nicht annembar, dass die Niederreissung seiner Mauern durch Uzia (2 Chron. 26 b) es um seinen früheren Glanz gebracht hat, da auch andere philistäische Städte von dem gleichen Geschicke betroffen

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