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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1876-01-01 · II. (1876) · page 138

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
II. (1876)
Date
1876-01-01
Page
– (sequence 138)
Language
German
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IRI
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132 שאין לפני הבית כי אם אות אלף כך אין לפני עולם אלא יחידו של עולם 9 הה״ד רוקע הארץ מאתי אל תקרי מאחי אלא מי אתי a vgl. Gen. r. c. 1). Die Deutungen schienen dem Verfasser so gelungen zu sein, dass er einen wirklich tieferen Sinn entdeckt zu haben glaubte. Er meint, dass, wenn Ptolemäus (oder vielmehr der griech. Uebersezer der Gen.) die von ihm aufgefundenen Beziehungen gekannt hätte, er die Umstellung, die er nach dem Zeugnisse des Talmud’s (Meg. 9 a) im ersten Verse der Genesis vornahm, sich hätte ersparen können (ולא ידע תלמי בכל ואת 9 לא היו משנים אלהים ברא בראשית b mit Bezug auf alles Vorangegangene). Ob auch die von Onkeneira, dem Verfasser des א״ב, in Reimprosa vorgetragene Erzälung, nach welcher Simon b. Schetacli einem wieder sich bessernden Taugenichts die Vermeidung der Lüge als den besten Schuz gegen den Rückfall in die Sünde empfolen und das dann in der That sich bewährt hat, ebenfalls zum Inhalt des Midrasch Me-haschiloach gehört*), ist fraglich. Wenn dieser in änlicher Weise den ganzen Pentateuch oder eine grössere Partie desselben behandelte, so mögen manche interessante Auslegungen und ältere Ueberlieferungen hier zu Tage getreten sein. Die Herausgabe dieses Midrasch wäre, wenn er wirklich schon irgendwo im Druck erschienen ist, oder als Handschrift sich erhalten hat, in verschiedener Hinsicht wünschenswert. Wir wollen schliesslich noch ein midraschartiges Stück hier anführen, das sich, wenigstens dem Namen nach, den Erzeugnissen der hagadischen Literatur anreiht. Es ist die ״Perle R. Meir’s“ (Marganita di R. Meir), eine von erfahrungsreicher Lebensweisheit und wahrer Gottesfurcht dictirte Mahnung zur Frömmigkeit. Beredte Darstellung und poetischer Schwung verbinden sich in derselben mit Wärme des Glaubens und Innigkeit der Empfindung, um selbst das Herz des Verstockten zu erweichen und einen auf das Bessere gerichteten Sinn in ihm zu erwecken. ״Wer kann seine Sünden ertragen,“ heisst es an einer Stelle darin, ״die dem Menschen dasselbe sind, was die Flamme dem Kleide, das Schwert dem Halse, der Pfeil dem Herzen, die Fessel dem Arme**), die Finsterniss den Augen, die Galle dem Munde, die Grube *) Der Ton dieser Erzälung stimmt zu Onkeneira’s sonstiger Stilart. Der Ausspruch ״) כי הרגל על כל דבר שלטוןusus tyrannus est“) stammt aus מוסרי הפילוסופים ed. Luneville I. 10, II. 2, vgl. auch Gabriol 7 הקון a. **) Im Texte steht hier: dem Fusse, doch haben wir dies, weil der Fuss noch einmal erwähnt wird, in der Uebersezung geändert.

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