Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- II. (1876)
- Date
- 1876-01-01
- Page
- – (sequence 136)
- Language
- German
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130 'ומצאתי במדרש ב״ד שעות יום ולילה וכל שעה תתר״ף חלקים ובו). Es kann dies gerade nicht als ein Kriterium für die Jugend derselben angesehen werden, doch ist es ziemlich zweifelhaft, dass das dort Gegebene in einem ächt-rabbinischen Midrasch vorkam. Eines der jüngsten Producte dieser Literatur scheint der unseres Wissens noch ganz unbeachtete ״Midrasch Me ha־Schiloach“ zu sein. Chajim Jakob Sluzki sagt (Comm. zu Midrasch Khonen eü. Wilna 1836 Vorrede S. 13), dass er unter Anderem auch den genannten Midrasch, der ihm in einem schlechten Drucke vorliegt, mit Begleitung eines Commentar’s herausgebe (קבלו את הספר הקדוש הזר. מדרש בונן מדרש יונה מי השלוח אשר שפוני טטוני חול היו... ברעות הפגעים אשר קרה להם מטעות הדפום), bemerkt aber S. 14, dass er von demselben noch nichts wisse (עדן לא ידעתי גם אנכי מן המדרש מי השלוח). Es ist aber in der That von einer Veröffentlichung dieses Midrasch, der vielleicht auch handschriftlich nicht mehr vorhanden ist, weder in älterer noch in neuerer Zeit etwas bekannt worden. Asulai (שה,'ג ed. Ben- Jacob II. '104 ,מ) und Jechiel Heilprün (111 סה״ד. sv.) wissen von seiner Existenz nur aus dem Buche איומה כנדגלות (ed. Konst. 1577, Berlin 1701), wo (wir citiren nach lezterer Ausgabe, fol. 9 und 10a) aus demselben, achtzehn verschiedene Auslegungen zu Gen. I, 1 mitgetheilt werden. Es sind zumeist durch Zälung, Versezung oder Zerlegung der Buchstaben des Wortes בראשית entdeckte Andeutungen, wie wir deren änliche in den Gematria’s des R. Simson (abgedruckt in Mordechai Kohen’s שפתי כהן ed. Ven. 1605 am Ende einer jeden Sidra), in Paaneach rasa und änlichen auf dem Boden der Deutung sich bewegenden Pentateuchcommentaren finden. So weit wir aus der uns erhaltenen Probe dieses Midrasch schliessen können, werden die älteren Hagadisten zu Autoren der einzelnen Aussprüche gemacht, doch lässt deren Charakter und der Umstand, dass manche Namen offenbar fingirt sind (י(ר' עקביה סבא darauf schliessen, dass das Ganze ein jüngeres Machwerk ist. Der Verfasser des Paareaeh rasa, Isak Ila-Levi b. Jehuda, der gegen des 13. Jahrhunderts schrieb (Zunz z. Geschichte und Literatur S. 92), scheint ihn jedoch schon benuzt zu haben. In der zweiten Auslegung des Wortes בראשית wird nämlich dargethan, dass die Schöpfungsgeschichte mit dem Buchstaben ב, dem hebräischen Zalzeichen für zwei beginne, weil in den Werken Gottes ein Dualismus oder vielmehr eine Gemination sich offenbare.