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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1876-01-01 · II. (1876) · page 125

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
II. (1876)
Date
1876-01-01
Page
– (sequence 125)
Language
German
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119 die Kenntniss derselben als selbstverständlich voraussezt (vgl. auch Anm. 86) findet sich auch in Sifre Sutta (Jalkut I, 520 ed. Frankfurt fol. 216 col. c), wird aber in einer Glosse zu No. 320 das. fälschlich auch von der Mechilta angenommen. Für die im Texte aufgestellte Behauptung, dass Mnemonica auch misverständlich für Bestandtheile des halachischen Ausspruchs, neben dem sie stehen, gehalten wurden, liefert uns eine Stelle in Meg. 31 a einen prägnanten Beweis. Dort wird über die Toralection am Schlussfeste gelehrt: יום טוב האחרון קורץ כל הבכור מצות חוקים ובכור. Der Passus כל הבכור feit bei Nissim zu Alfasi Meg. fol. 268. Nach Meiri z. St. besteht die durch zu viele Worte ausgedrückte Bezeichnung der Lection aus zwei Varianten, die zusammengeflossen sind ושמיני עצרת קורץ כל הבכור ובספרים ישנים ראיתי מצות חוקים ובכורות ור״ל שמתחילץ בעשר תעשר שיש שם מצות וחוקים וכל הבכור. Nach dem Amram-Siddur p. 51 wird nur כל הבכור (Deuter. 15, 19 ff.) gelesen (הבכור עד סוף פיסקא), er hatte also den Text mit der ersten Variante von sich, und dasselbe schreibt auch Maimuni (Tefilla XIII, 12) vor. Die LA. מצות חוקים ובכור wird in Maimoniot das. No. 7 verzeichnet, und soll, wie auch in Or Sarua II, 393 angenommen wird, durch diese der Abschnitt כל הבכור bezeichnet werden (ביו״ט האחרון של החג קורץ מצות וחוקים פי׳ כל הבכור) vgl. auch Rokeach No. 223. In der Provence, in Spanien und in Deutschland bildete sich der Gebrauch heraus, diese Lection, wenn das Schlussfest auf einen Sabbat fiel, um Deuteron. 14, 22 bis 15, 19 zu vermehren (Ittur II, 42 a, Kolbo p. 12 a, Abudraham 93 b lbn Susan 69b Maharil ed. Cremona 26 a). In Frankreich hatte die Festlection unterschiedslos diese Ausdehnung (Raschi zu Meg. 1. c. Orch. Chajim 26 a, Hamanhig 71 a) und ebenso in den slavischen Ländern (Maimon. 1. c). In Italien begann sie am Sabbat mit Deuteron. 15, 12 (Tanja No. 88). Diese Ungleichheit des Brauches wurzelt in dem unsicheren Verständniss der angeführten Talmudstelle. Ueber den Ursprung des französischen Brauches wird in Ha-Pardes No. 189 in folgenden Worten berichtet: ובאותו יום שמיני ספק שביעי התחיל ההון וקורא (וקרא .1) מן עשר תעשר ולא היה שבת ועשה כרצון רבינו שלמה ושלא [ב]כל החכמים ווה טעמו של רבינו שלמה גרסינן במסכת מגילה ביום אחרון של חג קורין מצות וחוקים ובכור והכי משמע ליה היינו עשר תעשר ופירוש שכתוב בה הרבה מצות וכל הבכור. והחולקים עליו רבותינו הלויים אומרים שמעולם לא נהגו וגם בפני אביהם רבינו יצחק תלוי נ״ע אלא עשר תעשר היו קורין בספק

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