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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1876-01-01 · II. (1876) · page 121

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
II. (1876)
Date
1876-01-01
Page
– (sequence 121)
Language
German
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״ ניתנה תורה אלא בכתבder Uebersezer darf nicht in die Schriftrolle einsehen und seine Erklärung vortragen, damit man nicht sage, das Targum sei in der Tora verzeichnet; der Vorleser darf seinen Blick nicht von der Schriftrolle ablenken, weil die [Tora nur schriftlich gegeben wurde Mit den Worten דברים שבע״פ אי אתה רשאי לאומרן בכתב wird also weder ein Verbot, mündliche Lehre niederzuschreiben, noch solche aus Büchern vorzulesen, statuirt, sondern darauf hingewiesen, dass man bei dem mit der Toralection verbundenen paraphrastischen Vortrage nicht in die vor Augen liegende Schriftrolle einblicke, damit die Zuhörer zwischen dem Gottesworte und seiner Erklärung zu unterscheiden wissen. In der Boraita Ismaels, die nur, weil sie eine Deutung derselben Schriftstelle enthält, nicht, weil sie das früher Gesagte bestätigen soll, hier angefügt ist, wird diese verwendet, um ein schon bestehendes Verbot, Halachas niederzuschreiben, zu begründen אלה אתה כותב ואי אתה כיתב הלכות. Man kann, nachdem es als ein besonderer Vorzug für Israel hervorgehoben wird, dass die Mischna nicht schriftlich vorhanden sei (vgl. Grätz 4 S. 494), hier nicht einen Dispens von einer Pflicht, Halacha’s niederzuschreiben, herauslesen. Das Verbot sollte eben wie das, das Targum nicht aus der Tora vorzutragen, verhüten, dass die halachischen Schriften gleiche Autorität wie die schriftliche Lehre erlangen, welche ja überhaupt, nachdem der Kanon geschlossen war, keinen neuen Zuwachs erhalten durfte (vgl. Midr. Kohelet Ende). VI. ln Aruch sv. 5 קר wird die Stelle Karetot 6 a in folgender Weise citirt: השתאדאמרת סימנא מילתא יהא רגיל איניש למיחזי בריש שתא קרא וו־וביא כיתי סילקי ותמרי סימןקרכ״סת. Diese Fassung findet sich, wie bereits Jesaia Berlin (Additamenta sv.) bemerkt, in Horajot 12a; das Mnemonicon feit im Talmud*); In Kolbo No. 64 (vgl. Orchot Chaj. p. 99 b, c.b.) *) In Hamanhig 52a wird die Stelle fälschlich aus Nedarim angeführt: . אמריבן בנדרים השתא דאמרתי ... 8

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