Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- II. (1876)
- Date
- 1876-01-01
- Page
- – (sequence 117)
- Language
- German
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111 הקדש ושמות הקדושים בידו והיו עמו קהל ישראל למאד מאד והקביל פניו עלי מלך ישמעאל וישמח בו שמחה גדולה... ונתן עלי לבוסתנאי ונתן לו בת מלך דארה לאשה. Der Bericht bei Scherira und hier stimmt so überein, dass nur die Frage übrig bleibt, ob Isak oder Bostanai dem Chalifen die Aufwartung gemacht habe. Die Entscheidung darüber gibt uns ein bekanntes gaonäisches Responsum in Sehaare Zedek 3 a, wo die Frage behandelt wird, ob die aus der Ehe Bostanai’s mit der Tochter des Perserkönigs Chosroes II. stammenden Kinder als legitim anzuerkennen sind.*) Da wird nun ausdrücklich Bostanai als derjenige Exilarch bezeichnet, der von dem Chalifen ausgezeichnet wurde. Es steht nach diesem den Sachverhalt genau wiedergebenden Documente auch fest, dass nicht Ali, sondern Omar den Exilsfürsten in so besonderer Weise begünstigte. Die Aenliehkeit, die der Name Abutaleb (אבוטלב) mit Aktab (אכטאב), wie der Vater Ömar’s hiess, in hebräischer Schrift hat, hat eine Verwechslung der beiden Chalifennamen herbeigeführt. Scherira, der die Thatsache also nicht correct wiedergibt, hat den Namen des Ortes, an dem die Huldigung stattfand, erhalten; dieser ist Anbar. Allerdings war Omar nicht selbst in dieser Stadt; allein es ist wahrscheinlich, dass Bostanai seinem Feldherrn Saad, als dieser bei Anbar den Euphrat überschritt (Weil Chalifen I. S. 73), wesentliche Dienste geleistet und dafür nach der Einname von Madain (637) in so reichlicher und ehrenvoller Weise belohnt wurde. Das leztere nimmt auch Grätz (S. 460) an, nur gilt ihm der Aufzug Isaks vor Abutaleb als ein besonderes Factum (S. 477), wie dies auch bei *) Vgl. darüber Rappaport Biographie Hai’s Note 1, Grätz a. a. 0. Diese Streitfrage hat nicht nur eine ganze Reihe von Gutachten, sondern einen langewährenden Parteikampf in den babylonischen Gelehrtenkreisen hervorgerufen. Jesaia de Trani (zu Jebaraot c. II angeführt in Resp. מבי״ט II Nr. 35) gibt darüber folgenden kurzen Bericht והבא על שפחתו והוליד ממנה בן ראיתי מחלוקות גדולות בזה בין הגאונים על מעשה ר׳ וסתם תנאי (רי בוסתנאי .1) שהוליד בנים ממשפחתו ויצאו ממנה גאונים יושבי ישיבות ויש גאונים שהיו עושים אותם עבדים ויש גאונים שאמר.־ אין אדם עושה בעילתו בעילת זנות ובודאי בשבא עליה שחררה (vgl. auch No. 51 und 199). Die Thatsache, dass Gaonen und angesehene Gesezeslehrer aus aer Ehe Bostanai’s mit der persischen Prinzessin hervorgingen, also mütterlicherseits von der Sassaniden-Dynastie herstammten, ist sonst nirgendswo hervorgeho&en.