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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1876-01-01 · II. (1876) · page 111

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
II. (1876)
Date
1876-01-01
Page
– (sequence 111)
Language
German
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…/2418846-2418849--0364-2419252
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105 unten) und man könnte, da derselbe im Sed. Tan. auch Chanina heisst, ihn für den Chanina des Chronikons halten, allein warum wissen die übrigen Quellen von R. Mare nichts? Wir brauchen nach dem Grunde nicht lange zu suchen. Märe ist ein Zeitgenosse Bostanais, unmittelbar nach ihm wirkte auch ein Chanina (Scherira p. 19 ובתריה מלך רב מארי... בשנת תתק״ב ואחרי רב מארי מלך רב חנינא מבי גהירא). Der Verfasser des Chronikon, der Ereignisse aus Mar-Sutra’s und aus Bostanai’s Geschichte vermischt hat, hat die beiden Chanina nicht unterschieden und den zweiten sammt Mare zu Zeitgenossen Huna’s, des Vaters Mar-Sutra’s gemacht. Die Verwechselung konnte hier um so leichter entstehen, weil, wie Huna als Schwiegersohn Chanina’s erscheint, auch Bostanai der Sohn oder der Enkel eines Chanina war (Schaare Zedek I 17, 3 a בוסתנאי ריש גלותא דהוא (בן?) חנינאי). Deutlicher zeigt sich die Versezung von Personlichkeiten, die der Bostanai sehen Zeit angehören, in die Mar-Sutra’s noch an einer zweiten Stelle des Chronikons. Diesem Exilarchen stehen drei Weise zur Seite: Chanina, Chama (oderSama; ursprünglieh vielleicht Chana) und Isak zur Seite והוד. מר זוטרא.. ומר רב חנינא ורב יצחק חכמים שלו (Juch. ורב סמא (חנא .1 חמא . Isak, Chananja und Chana sind aber zur Zeit, als Mohammed auftrat, also währenddem Bostanai zum Manne wurde, die Rectoren der Akademieen von Sora, Pumbadita und Phiruz-Schabur (Scher, l. c. ואמרין דחוה בסורא באותו העת ד חנניה ומר רב הנא גאון מן פומבדיתא ורב יצחק והוא שהיה בפירוז שבור. Höchst unwahrscheinlich ist es, dass Mar-Sutra sich von dem Könige (Kobad) das Exilarchat erkauft und sofort gegen ihn in den Krieg gezogen sei. Diese Art, sich diese Würde zu erwerben, kam erst unter der Chalifenherrschaft und, wie es Scherira deutlich zu verstehen gibt, durch Bostanai auf (Scher. Ep. ed. Goldberg 2 S. 36 ובראש ימי ישמעאלים נמי הוו ובנין ליה לראשי גלותא בדמים יקרים שלטנותא דהוה נסב לה בדמים מן מלכי ישמעאל). Man kann das nur so verstehen, dass Mar-Sutra der Bundesgenosse eines von Kobad abgefallenen Vasallen, vielleicht des Fürsten Mondhir III von Herat, wurde, der ihn dafür als Oberhaupt der Judenheit anerkannte. Dann wird auch für Mar-Pachda, der sich chronologisch nicht gut einreihen lässt, Plaz; er hatte, wenn er überhaupt existirt hat, sich wol einige Zeit als Gegen-Exilarch behauptet. Es bleibt somit von allem im kleinen Chronikon Referirten nur

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