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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1876-01-01 · II. (1876) · page 106

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
II. (1876)
Date
1876-01-01
Page
– (sequence 106)
Language
German
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lehrer (733 und 811 Sei.) liegt, in einer Ziffer darstellen. Diese — 78 — wurde in runder Zahl auf nahezu 80 Jahre ausgedehnt. Daher finden wir bei Abraham Ihn Daud (37 a) die überflüssige Doppelangabe, dass vom Beginne der Abfassung des Talmuds bis zu deren Beendigung an 80 Jahre verstrichen und dass dieser im 73. Jahre nach R. Asche’s Tode zum Abschlüsse gelangt sei וכמו פ' שנה היו משהתחילו רב אשי וחבר אותו עד שנחתם ובשנת ע״ג למותו נחתם (bei Zacuto verschmelzen beide Daten zu der Allgemeinheit, dass ״man etwa 70 Jahre nach R. Asche den Talmud abgeschlossen habe“. Auch Isak Israeli schreibt 'ע.für 'פ, dann musste aber R. Asche, selbst wenn er nur die erste Zeile im Talmud geschrieben hätte, erst nach seinem Tode damit begonnen haben! An der LA. פ ist daher nicht zu rütteln). Bei der Bestimmung des Jahres, in welches die Vollendung der Talmuds anzusezen ist, rechnete nun ein Chronograph den Zeitraum von 78 Jahren, welche angeblich zu seiner Vollendung erforderlich waren, anstatt vom Tode Rabina’s I. (733 Sei.), welcher hier der terminus a quo war, von dem Tode R. Asche’s (738 Sei.) in der Meinung, dass die Periode von Rab bis zu Asche-Rabina erst hier ihre Grenze habe. Natürlich musste er den Schluss des Amoräertums dann um die 5 Jahre, die zwischen Rabina’s 1. und R. Asche’s Tode liegen, zu spät ansezen und so kam es, dass Abraham Ihn Daud für die Abfassung des Talmuds zwei verschiedene Daten vor sich hatte. Wir müssen schliesslich hier noch der Erklärung erwähnen, die die chronologische Notiz des Sed. Tanaim durch Löw (Ben-Ghananja 9 Forschungen S. 38, 39) gefunden hat. Er vindicirt nämlich dem Worte הוראה die Bedeutungen: Ordination, Ausübung des Lehramtes kraft einer von einem Anderen erhaltenen Befugniss. Raba b. Chana, der Neffe R. Chija’s, war nun der erste, der von dem Patriarchen R. Juda I. diese Befugniss für Babylonien erhielt (Synh. 5 a), mit R. Asche und Rabina, meint Löw, hat die Zeit der Ordination aufgehört. Das berichte der Talmud (Bab. mez. 86 a) mit den Worten יד אשי ורבינא סוף הוראה die schon frühzeitig missverstanden wurden und auf das erste Amoräerpaar dieses Namens, nicht auf Gesezeslehrer, durch welche der Talmud abgeschlossen wurde, sich beziehen, ln diesem Sinne referire auch das Seder Tanaim; Raba b. Ghana sei der erste, R. Asche und Rabina seien die lezten Ordinirten gewesen. Wir können diese Conjectur, so bestechend sie ist, nicht annemen, weil

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