Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- II. (1876)
- Date
- 1876-01-01
- Page
- – (sequence 101)
- Language
- German
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folgte Huna, der Bruder seines Vaters, ein Sohn Mar Kahana’s.“ Vergegenwärtigen wir uns nach den vorliegenden Daten die Genealogie der Exilarchen von Mar Kahana 1. ab, so stellt sie sich folgendennassen dar: Kahana 1. Huna III. Mar Sutra I. Kahana II. Huna Mar II. Dass auf Huna Mar II, ein Oheim Namens Huna Sohn Kahana's, gefolgt sein soll, ist eine reine Unmöglichkeit, denn dieser war sein vierter Vorgänger und längst nicht mehr am Lehen, als Huna Mar II. starb. Es kann nur ein Sohn seines Bruders Kahana II. hier gemeint sein. Man wird also in den Worten ועמד אחריו רב הונא אחי אביו בר רב נהג א eine fast unmerkliche Correctur und Umstellung vorzunemen und hier zu lesen haben: ועמד אחריו רב הונא בר מר רב כהנה אחיו. Lückenhaft und für diese Periode fast völlig leer ist die karäische Geschlechtskette der Exilsfürsten (Dod Mordechai ed. Wien 5 a). ln Ar. sv. אביי werden einige Namen von Exilarchen genannt, von denen einer, Mar-Jochanan, in den andern Quellen völlig vermisst wird (ראשי גיאיות.... כגון מר עוקבא מר יוחנן, מר הונא ומר זוטרא ויש מהם שמאחרים שמותס כגון הוגא מר, יהודה מר בר מרימר, אמימר), doch ist diese Mittheilung so wenig belehrend, dass sie nicht einmal als Beweis für die Existenz der darin genannten Exilarchen angeführt werden kann. Jehuda Mar b. Mare Mar (Ketubot 53 b und 80 b) und Ame-Mar sind Gesezeslehrer, in deren Namen die Bezeichnung Mar am Ende stereotyp geworden ist. Wir stellen nun noch einmal übersichtlich die Reihenfolge der Exilarchen nebst Bezeichnung ihrer ״Weisen46 (חכם שלו in S. 0. ist vielleicht eine ähnliche Würde wie דיינא דבבא in späterer Zeit) soweit sie in der Quelle gegeben ist, und beiläufiger Angabe ihres Zeitalters dar: 1. Huna I. Zeitgenosse R. Juda’s des Fürsten, des Verfassers der Mischna (150—190). 2. Ukba I. (190—210), 3. Huna II. (210—225). Zeitgenosse Abba Areka’s. 4. Natan I. (225—240). Zu seiner Zeit der Untergang des arsacidischen Partherreiches. Sein ״Weiser44 R. Scheschet (Juda b. Jecheskeel scheint nur nebenbei genannt zu sein).