Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- II. (1876)
- Date
- 1876-01-01
- Page
- – (sequence 89)
- Language
- German
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zu Missverständnissen Anlass gaben.134) Sie lassen sieh, da sie in das amoräische Sprachidiom gekleidet sind, nur in den wenigsten Fällen erkennen, doch sind manche als solche bezeugt 135) und andere 134) Die Worte והכי קא אמר ליה בשלמא לדידי דאמינא לב בית דין מתנה עליהם אמטו להבי (אמטול הכי.1) יקרבו אלא לדידך דאמדח אמאי יקרבו (Scheb. 12 a) hält Abraham Maimuni (Resp. ed. Goldberg S. 16) für einen Zusaz, der sich in seinem Talmudexemplare nicht vorfand. Er erklärt bei dieser Gelegenheit, dass der Talmud viele solche Glosseme enthalte ואותה התוספות שהוספתה בלשון התלמוד כדבריך ואמרת!)והבי קאמר ליה בשלמא לדידי ראמינא לב ב״ר מתנה עליהן אט ו הכי קרבו אלא לדידך אמאי יקרבו" אין זו התוספות בתלמוד ואם היא בספרים שלבם חגיהו אותם שמא פירוש הוא למקצת המפרשים כמותכם ונכנס בתוך לשון ספרי התלמוד שלכם שהרבה מקומות בספרי התלמוד Auch aus dem Commentare des R. Josef Ibn Migasch zu Schebuot 1. c. geht hervor, dass er diese Stelle nicht vor sich hatte. Diese Partie enthielt übrigens, wie aus dem Raschi-Commentare zu 11b hervorgeht, noch andere Zusäze. Das Zeugniss Abraham Maimuni’s, dass ähnliche Interpretationen wie hier oft im Talmud sich finden, ist als classisch anzusehen. 135) Nach Maimuni (Mischnaeom. zu Kilajim 9, 8) ist in Nidda 61a der Saz והילבתא במר זוטרא מדאפקינהו רחמנא בדודא לישנא ein jüngerer Zusaz. Die Bemerkung Maimuni’s ist in den Ausgaben geändert. Nach dem arabischen Originale (bei Khessef Mischneh zu H. Kilajim 10, 2 und David Abi-Simra חקר תפארת ed. Smyrna 44 a) lautet dieselbe folgendermassen: מהו כלאים מן התורה והוא שלא יהיו בלאים עד יהיו גחברים הי עניינים בולם וכל מה שאינו כך הוא כלאים מד״ס כך אמרו מקצה הגאונים וזה אצלי מאמר בלתי אמתי אלא שבל אחד מהם כלאים של תורה ומה שנזכר בגמרא נדה אינו לשון התלמוד אבל הוא לשון איזה מפרש. Die fragliche Stelle findet sich zwar schon in den grossen Halachot (14 b mit der unwesentlichen Variante מילתא für לישנא), doch sezt die mit Maimuni’s Ansicht übereinstimmende Darlegung R. Chananel’s (Resp. Gaonim ed. Fischl No. 62) voraus, dass auch ihm dieselbe nicht Vorgelegen ist (vgl. das. וחמהיגן אמאי רבתב רבינו חננאל או שוע או טווי או גז דהא גרסינן במסכת נדד והלבתא במר זוטרא דאמר עד שיהא שוע וטווי ונוז דבולהו בעינן כחדא.) Die Gaonen, auf welche Maimuni verweist, sind Zemach b. Paltoi (Resp. chemda genusa No. 111) und Hai (Resp. G. ed. Fischl No. 63). — Die Worte והני מילי לקיש bis פהזת ממיל ההר (Berach. 15 a) werden zum Theile als jüngerer Zusaz bezeichnet (vgl. R. Jona zu Alfasi Berach. II, 40 ואומרים רבני צרפת ז»ל דלא גרסינן לה ואינו אלא פירוש שהכניסו בספרי הגאונים). Die Quellen für die hier angeführten Bemerkungen findet man bei R. Nissim Mafteach zur Stelle vgl. auch Ascheri zur Stelle.*) Andere als Einschiebsel bezeichnete Stellen sind: Nedarim 10a וכן הוא אזמר בחדש אשר בדא מלבו (vgl. Schitta zur Stelle), ibid. 54 b [אובליהון כבשר לענין זביני לאו בר אינש נועוף בר איגש הוא (dazu Elieser von *) Die in Or Sarua I, 531 aus dem ״Buche der Gaonen“ angeführten Stellen, die vielleicht in manchen Codices hier verzeichnet waren, findet man im Schimuscha rabbah. 6*