Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- II. (1876)
- Date
- 1876-01-01
- Page
- – (sequence 82)
- Language
- German
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erwünscht war, neben den talmudischen Discussionen die entsprechenden Normen zu finden, manche Stücke für den Talmud entlehnt, die dann mit dem Texte vereint wurden.120) So angesehen aber dass an 18 Tagen im Jahre der Einzelne das ganze Haliel liest, dahin interpretirt, dass dasselbe auch von jeder zum Beten versammelten Gemeinde güt und demnach hier überhaupt kein Unterschied hinsichtlich der zu beobachtenden Ritualien besteht. Der Gaon Zemach, der über die Richtigkeit dieser Interpretation befragt wurde, spricht sich entschieden dagegen aus יזה שחקקתם לפנינו בהלכות קטועות לא יחיד יחיד ממש אלא אפילו צבור נקרא יחידים לא שמענו מעולם לא בכתב ולא בפה ואל תעשו כך שאין מנהג אלא כמו שפירשנו לכם ואל תטעו באותן הלכות קטועות שאם כתוב בהן כך שלא כהלכה הוא וטעות הוא ושמא השופר טעה ולא הרב (Chemda genusa No. 128, Machsor-Yitry No. 817 und Raschi’s Siddur bei Luzzatto, Bibliotheca p. 51, Ha־pardes 62 a, Isak Giat Halachot II, 4, wo Sar-Schalom oder Natronai als Autor dieses dort ganz mitgetheilten Responsums erscheint). In einem Respons. Hai’s wird nun, obwol diese Erklärung auch in den grossen Halachot (ed. Venedig 14 b) sich vorfindet, die Halachot R. Jehudai’s als ihr Fundort bezeichnet (Is. Giat ib. p. 5 מצינו בהלכות אדונינו מר רב יהודאי דיל יחיד דקאמר ובו׳); es ist somit gewiss, dass diese den Titel הלכות קטועות hatten. Unter demselben kannte sie auch Maimonides (Einl. zur Mischna 96a בגון הלכות גדולות והלכות קטנות הלכות פסוקות. Für קטנות ist קטועות zu lesen, wie aus Conforte 10 a zu ersehen ist.) Der Gaon R. Jehudai gebraucht auch sonst den Ausdruck קטע הלכה ,,entscheiden“ (Ha־pardes 9 a כך אמר ר' יהודאי גאון וא״ל על שלמה ריש גלוהא שקיטע הלכח תשב ז׳ לזכר כנדה וכו׳. Man darf also mit Recht annemen, dass das von ihm verfasste halachische Werk הלכות קטועות geheissen und Normirungen der talmudischen Halacha enthalten habe. 120) In Berachot 36 a wurde von den französischen Commentatoren eine mit והילכתא beginnende, angeblich aus den grossen Halachot entlehnte Stelle, die sich noch in handschriftlichen Codices (דקדוקי סופרים I, S. 194) findet, gestrichen. Sie stammt, nachdem sie in dem bezeichnetnn Werke sich nicht nachweisen lässt, wol eher aus den Ketuot des R. Jehudai. Ebenso kann der Zusaz ib. 88a (ד״ס ib. 203) nicht aus den grossen Halachot stammen. In Chul. 116 b ist והילכתא אץ מעמידין, daran schon theilweise Jizchaki rüttelt, ein Zusaz aus den הלבות פסוקות (wie später Jehudai’s Werk genannt wurde) אבל כבד עמדנו על נוסחאות ישנות ובדוקות וראינו שהלשון הזה דברי בעל הלכות פסוקות הוא ואינו מעיקר הגמרא (Nachmani Milch, zu Alf. Chul. VIII., 868 vgl. J. T. Ischb. 2. St. וליתא בעיקר נוסחי אלא לשון הגאונים הוא דפתקי ספרי בנוסחי, Nissim z. St. תוספות ראשונים פוסקי הלכות) — ib. 51b 'והילכתא היכא תפלה וכו (auch in den gr. Halachot 129 b wo הלכה für הילכך zu lesen ist) ist ebenfalls ein jüngerer Einschub, der vielleicht schon aus den Jehudai’schen Halachot stammt (vgl. Nissim zu Alf. Chul. DI, No. 757 זה הלשון אינו מעיקר הגמרא אלא מלשון האחרונים פיסקי (פוסקי .1) הלכות und ähnlich Nachmani und Salomo b. Ad. z. St. ־— Nach Samuel b. Meir