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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1876-01-01 · II. (1876) · page 81

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
II. (1876)
Date
1876-01-01
Page
– (sequence 81)
Language
German
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würdig gewesen wäre, den erledigten Rectoratssiz daselbst einzunemen, von dem Exilarchen Salomo b. Chasdai im Jahre 759 dahin berufen.1*6) Während seiner mehr als dreijährigen Wirksamkeit scheint er besonders den ersten Theil des Tractates Baba mezia, der Verhandlungen über civilrechtliche Geseze zum Inhalte hat, in fortlaufenden Vorträgen erklärt zu haben, da in diesem ziemlich viele Glossen sich finden, welche, seine Erläuterungen enthaltend, von seinen Hörern dem Texte beigeschrieben und später in denselben eingeschaltet wurden.117) Durch Jehudai wurde auch manche saboräische Erklärung überliefert, die dann in dem Talmudtexte einen bleibenden Plaz erhielt.118) Er ist überhaupt der erste Gaon, der schriftstellerisch wirkte. In der Einsicht, dass der Talmud sich für die praktische Handhabung des rabbinischen Religionsgesezes nicht eigne, verfasste er ein Sammelwerk von Normen und Entscheidungen, dem er den Titel ״Deeisirte Halacha’s“ (Halachot ketuot) gab.119) Auch diesem wurden von den Späteren, denen es auch die bekannte, ebenfalls saboräische Norm והילבתא כוותיה דאביי ביע״ל קג״ם (Kid. 52 a u. Parallelst.) gelitten, deren Sinn durch die abbreviirte Form ihres Inhalts streitig wurde (vgl. Sed. Tan. Tosaf. Kid. 52 a u. a.) 116) Scherira ed. Wallerstein p. 20. 117) Siehe Anhang VIII. 118) In Bab. bat. 62 b ist ושמעינן מתחייהי לישני דרבא bis אתמר ein Jehudai’scher Zusaz (Nachm, z. St. ובמה שכתב בנוסחאות ד.גמ׳ ושמעינן מחני תרי לישני דרבא ובו׳ ולשנא דמר רב יהזדאי גאון הוא . . . קבלה הוא ביד הגאון דל בזו ומרבנן סבוראי קבלו vgl. Nissim zu Alf. Bab. bat. 761). Dass R. Jehudai nicht der Autor dieser Bemerkung sein kann, geht daraus hervor, dass sein älterer Zeitgenosse R. Acha v. Schabacha sie bereits wörtlich in Scheeltot No. 115 wiedergibt. 119) Der Name הלכות קטעות scheint der ursprüngliche zu sein. In einem gaonäischen Responsum (Chemda genusa No. 110 angeblich von Paltoi) wird auf eine Anfrage, ob es löblicher sei, den Talmud oder die ״decisirten Halachas“ zu studiren, das erstere als das wichtigere empfolen (1.ודכתיב(ודכתבתס איזה עדיף ומשובח לעמוק [או] בהלכות קטועות ול< שאלנו דבר זה אלא שרוב העם מטין אחר הלכות קטועות ואומרים מה לגו לקושית התלמוד, לא יפה הם עושים ואסור לעשות כן שהם ממעטין בתורה וכתיב יגדיל תורה ויאדיר ולא עוד [אלא] שגורמץ לתלמוד תורה ח״ו שישתכח ולא נתקנו הלכות קטועות לשנן בהם אלא מישלמד תלמוד כולו ועוסק כי אם מסתפק לו דבר ואינו יודע לפרשו מעיין בהם . Der Ausdruck ולא נתקנו הלכות קטועות beweist, dass hier von einem bestimmten Werke die Rede ist. Dass das halachische Werk des Gaon’s Jehudai diesen Namen führte, geht aus folgendem Nachweise hervor. In den ״Halachot ketuot“ war der Ausspruch R. Simon b. Jezadak’s

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