Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- II. (1876)
- Date
- 1876-01-01
- Page
- – (sequence 77)
- Language
- German
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ist aller Grund vorhanden, manche gemaristische Erläuterung, die, wie sich aus ihrem Inhalte und auch aus der Art, wie sie vorgetragen Mare schreibt diese Anordnung den Gaonen Mar Rabha und Mar Huna zu ואיר ו הוא דאמר כנתא fol. 1*20 a) und ihm entnehmen diese Angabe Nachm ani zu Kid 3 a (wo נ:תא für בגיטא zu lesen) und Jom-Tob v. Sevilla (bereits bei Conforte *2 a angeführt). Im Ebn-ha-Eser (bei 0. S. 1. c.) und in ha־Pardes (No. *233) wird sie von Jehudai hergeleitet. An lezterem Orte findet sich folgende nähere Au§einandersezung מצאתי כתוב ננתא רבנא ר, יהודאי גאון ז״ל גזר עלה שלא תתבשל בקדרה ואומר לי רבינו נ״ע שהוא אינו אוכלה ונם רבו של רבו כן אבל בניו אוכלין ומצאתי גם בתשובת שאילות של ראשי ישיבה שמר ר׳ יהודאי ז״ל גזר על כנתא לפי שאין בקיאין לבודקה ואני שמעתי מה״ר יקותיאל . ... גם ר׳ יצחק לוי תמה על מר ר! יהודאי גאון .... ועוד שכתוב בהלכות גדולות כנתא לא נפיק מידי דמא לעולם . . . וקא דאמרינן בכתובות פ״ג האי טבחא דזבן תרבא דאטמא בתר ננתא אלמא שריאי לדעתי כשם שאסור להתיר ונו' אבל הרוצה להחמיר ונו, . (Die zulezt angeführte Talmudstelle ist noch näher nachzuweisen). R. Nissim, dem das hier citirte gaonäische Responsum noch Vorgelegen hat, berichtet im Namen R. Jehudai’s, dass die Saboräer diese Sazung statuirt hätten (Nov. zu Chul. 113 a ור׳ יהודאי ז״ל נתב דננתא גופיה אסירא לפי שיש שם וורידין קטנים מאד ואע״פ שחתנן מולחן עד שיוציא הוורידין ואמר דרבנן סבוראי גזרו בה. Man ersieht aus dieser Stelle, dass ursprünglich nur die Entfernung der bluthaltigen Adern vorgeschrieben und nachher erst das Genussverbot auf das Ganze ausgedehnt wurde. — Für No. 2 ist nur die Vermutung Isac b. Jehuda’s als Zeugniss anzuführen (Or Sar. II, .ג״ל שבימי רבנן סבוראי שעמדו אחרי האמוראים הנהיגו כן שיש נח בידם ולמדו תורה בפיהם 393 Im Amram-Siddur (52 a) wird dies als partieller Usus erwähnt. In Meg. 31a hatten einige Codices sogar für ויהי בלות משה die LA. ויהי אחרי מות (vgl. Nissim zu Alf. Meg. 1100 Me'iri z. St.). Isak b. Jehuda gibt an einer anderen Stelle (Ha-Pardes 61 b, 6*2 a) an, dass er den Brauch, Jos. 1 am Freudenfeste zu lesen, aus den grossen Halachot kenne und in dem babylonischen Bibelcodex des R. Mose b. Meschullam, (vgl. Or Sar. II, 393), in dem die Haftaras bezeichnet standen, dasselbe vermerkt war (ראגי מצאתי בהלכות גדולות יש שמפטירין בויהי אחדי מות משה ויש שמפטירין בויעמד שלמה . . . ומצאתי סמך . . . נשבא לידי הספר של ה״ר משה בד משולם שהובא מארץ בבל והיו בנביאים סימני הפטרות לפרשות לנל השנה). Wenn in Tosaf. zu Meg. 1. c. Hai Gaon als Schöpfer dieser Anordnung genannt wird, so beruht dies auf einer falschen Auflösung der Abbreviatur ה״ג d. i. הלכות גדולות in האי גאון.*) Die eigentliche Quelle dieses Brauches ist nicht mehr vorhanden. — Für Nr. 3 besteht ein Zeugniss des Gaons Natronai (bei Alf. Meg. IV, No. 1125 אשכחן לר׳ נטרונאי גאון דאמר משמיה דרבנן סבוראי דהיכא דקרו שיהא ואפסיקו בקדיש והדר אפטרו אינו עולה והינא דלא אפסיקו.. . עולה למנין ז׳ וטעמא רבה ומסתבר הוא) vgl. Soferim 11, 3, ha-pardes 59, Amram imd Jeh. in Mord. Meg. 809, Tanja No. 16. *) Büber (הכרמל Mntsschr. II, S. 140), der הלכות גדולות für die irrige Auflösung hält, hat die Stelle in Ha-pardes übersehen.