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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1876-01-01 · II. (1876) · page 74

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
II. (1876)
Date
1876-01-01
Page
– (sequence 74)
Language
German
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IRI
…/2418846-2418849--0327-2419215
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Mischna gegebenen Stoffes in Verwendung gekommen war.10ד) Säze, die von einem Autor stammen m) oder um ein Thema sich gruppiren, und besonders Complexe von Hagada’s wurden an passendem Orte angebracht,109) oder wiederum so vertheilt, dass jedes Stück an eine inhaltsverwandte Partie sich anschloss.110) Die Saboräer haben selbst dem von ihnen geordneten Talmud nichts hinzugefügt, aber ihre ergänzenden und erklärenden Bemerkungen, ihre Erläuterungen und Decisionen wurden von Späteren so wie zuweilen auch manche gaonäische Zuthaten in den Text hineingetragen. Wahrscheinlich waren diese ursprünglich als Glossen und jüngere Nachträge am Rande angemerkt und sind dann von Abschreibern, welche zwischen dem Grundtexte und den Additamenten nicht mehr zu unterscheiden wussten, diesem einverleibt worden. Die nachamoräischen Zusäze, welche auf diese Weise ihre dauernde Stelle im 107) Die Recapitalation wird durch אמר מר oder durch ״) גופאGegenstand“) eingeleitet. Das früher gelegentlich Angeführte wird zum Gegenstände einer selbstständigen Verhandlung gemacht. 108) So Berach. 6 b Aussprüche R. Chelbo’s im Namen R. Huna’s, ib. 11a Säze R. Jose b. Chanina’s im Namen R. Elieser b. Jakob’s und ähnliche. 109) So Traumdeutungen in Berachot c. 9, Aussprüche und Erzälungen über die Zerstörung Jerusalems und Betars Git. c. 5, ein fortlaufender baby- Ionischer Midrasch über das Buch Ester in Meg. 10 b—17 a, die Gespräche Alexanders mit den Weisen des Südens Tamid c. 5, die Reiseabenteuer Rabba b. Bar-chana’s Bah. bat. c. 5. Es bot sich in den vorangehenden Erörterung für solche Partieen stets ein Anlehnungspunkt dar, der zuweilen ziemlich ferne liegt. So fand die Erklärung einiger Verse in 2. Kön. 4, wo von dem Propheten Elisa die Rede ist, in Berach. 10 b nur darum Plaz, weil 10 a gesagt wird, dass sich Jehoram an ihn gewendet habe, דהכי אשכחן ביהורם בן אחאב דאזל לגבי אלישע. 11 °) In Chul. 28 b wird ein Gespräch mit der einleitenden Formel ״und noch fragte er ihn“ angeführt, ohne dass aus demselben ersichtlich ist, welche Person hier die Frage gestellt und welche dieselbe beantwortet habe. Erst am Schlüsse erfaren wir, dass die erstere ein Hegemon gewesen. Daraus haben die Commentatoren mit Recht geschlossen, dass hier wie in Bechorot 5 a R. Jochanan b. Sakkai und der Hegemon קונטריקום die redenden Personen sind. Den Saboräern lag ein Complex von Controversen zwischen beiden vor, den sie so vertheilt haben, dass jede an passendem Orte angebracht ist. Wie wortgetreu sie das Recipirte wiedergegeben, ersehen wir daraus, dass sie selbst die zum Verständnisse unumgänglich notwendigen Aenderungen unterlassen.

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