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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1876-01-01 · II. (1876) · page 52

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
II. (1876)
Date
1876-01-01
Page
– (sequence 52)
Language
German
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IRI
…/2418846-2418849--0305-2419193
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Mischna am Anfänge des Tractates über Eheverlöbnisse (Kidduschin) begründender Commentar, in welchem die Heiligkeit der Ehe betont und aus dem Wortlaute der Mischna gefolgert wird, dass zur Schliessung einer gültigen Ehe die wissentliche Einwilligung des weiblichen Theiles erforderlich sei.64) kurze Andeutung in dem historischen Sendschreiben hat, — dass in der Araberzeit die Frauen, welche ihre Gatten verliessen, die Frist von 12 Monaten nicht abwarteten uud sich durch die Regierungsb ehörden die frühere Einhändigung des Scheidebriefes erzwangen. Darum haben die Gaonen Mar Eaba und Mar Huna die saboräischen Bestimmungen adgeändert. והתקינו שמשהין אותה כשתובעת גירושין שנים עשר חדש .... לאחר י״ב ח׳ כופין את הבעל וכותב לד. גט ואחרי רבנן סבוראי כשראו חכמים שבנות ישראל הולכות ונחלות בגוים ליטול מהן גיטין באונם . .. וקא נפיק מיניה חורבא תקינו בימי מר רבה בר מר הונא (ור׳ מר הונא .1) ובו׳. Die ursprüngliche aramäische Fassung dieser Stelle in Besp. Gaonim ed. Cassel No. 91 Fol. 31b ergiebt dasselbe ובתר הכי בתר רבנן סאבוראי ביומי מר ראבד. ופו׳, vgl. auch Respons. Chemda genusa No. 140 und Ittur 1. e. Offenbar will Sekerira hier sagen, dass die Saboräer die zwölfmonatliche Frist eingesezt hatten und später die genannten Gaonen dafür andere Bestimmungen substituirten. Wenn die Autorschaft Natronai’s für No. 89 in Chemda Genusa gesichert wäre, so hätten wir für den saboräischen Ursprung der in Bede stehenden Talmudstelle noch eine Bestätigung aus älterer Zeit. (Das Besponsum selbst haben Tos. Ketubot 63 b, Besp• Meir v. Botenburg ed. Prag No. 261 vgl. ed. Lemberg 443). Der ohne diese Yoraussezung überflüssige Passus ובתר רבנן סבוראי hat spätere Autoren, welche diese Stelle anführten, beirrt, so dass sie nicht wussten, ob die zulezt getroffenen Einrichtungen Gaonen oder Saboräem angehören• Jesaia de Trani (Besp• in Or Sar. I, 754 vgl. Besp. Chajim Or Sar. No. 69, 126, 157) lassen die Instituenten beides zugleich sein. (מ״מ גאוני הישיבות של בבל רבנן סבוראי שהיו אחרי ההוראה תקנו שיכופו את הבעל ליחן גט למורדת מיד וכ׳/כ בהלכות גדולות נ?] וגם ר׳ היי ור׳ שרירא וכל הגאונים שיותר מג׳ מאות שנה בימיהם שנתקנה תקנה זו ואין לזוז הימנה). Isak b. Abba Mare (Ittur 120 a, Nachmaniu. Jom-Tob v. Sevilla, (zu Kid. 3 a) theilen die saboräischen Zusäzeqund die jüngeren Anordnungen Mar Baba zu. Als gaonäisch kennt sie der Exilsfürst Samuel b. Ali (Besp. Meir v. Botenburg No. 445). So viel steht fest, dass das Gesez über die Verlasserin in Babylonien zuerst durch die Amoräex festgestellt, dann durch die Saboräer geändert und endlich 650 (s. weiter unten) von den Gaonen umgestaltet wurde. 64) Der saboräische Ursprung der ersten gemaristischen Discussion in Kidduschin ist durch Tradition bezeugt. Scherira (Ed. G. 2 S. 28) theüt dies im Namen der ״Früheren“ mit: ונקיטיגן מן ראשונים דגמרא דהאשה נקנית עד בכסף מגלן כולהי אינך פירוקי וקושיי דמתרצא בגמרא רבנן בתראי סביראי הרצוהו וקבעו. Die Anm. 62 bezeichneten Anfänge von Gamaratractaten sind so in dem Geiste und Tone der hier als sabo•

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