Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- I. (1874)
- Date
- 1874-01-01
- Page
- Seite 235 (sequence 241)
- Language
- German
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235 solchen Auffassung von אשה beeinflusst, ein Wortspiel zwischen diesem und עיסה (Teig) in dem Saze ,כשם שהשאור יפה לעיסה בך הדמים יפים לאשר (Ketubot 10b) geschaffen. Die Frau hiess auch in manchen Gegenden die ״Angenommene“ (Kid. 6, a לק והחי מך,ן) und לקח daher in der Hagada, wo dies anwendbar ist, den Nebenbegriff der ehelichen Verbindung ygl. bab. bat. 120a;ייקח מלמד שעשה לה מעשה ל ק ו חין הישיבה באפריו 5 וכל der gewöhnliche Ausdruck ״heiraten“ von dem Manne ist bekanntlieh נשא אשך, daher ein Verheirateter נשוי heisst. Da nun auch נשא und לקןק promiscue gebraucht werden (vgl. Schemot rab. c. 20 'אני עשיתי) שב ויעש אלהים את האדם ואני אשא ויקה אלודם אח האדם, so hat Theodotion wol אשה leicht für gleichbedeutend mit assumtio halten können. Die Angabe der Bibel, dass alle Menschen von einem Paare abstammen, welches in seinem ehelichen Verhältnisse als Mann und Männin bezeichnet wird, hat übrigens eine Parallele in dem Berichte Sanchuniathons (bei Euseb. praep. evangel. I, p. 34), nach welchem von Aeon und Potogonus ein Menschenpaar rirog und I'ivtu geboren wurden, in welchem die Stamm• eitern der Menschheit zu erkennen sind. 14) (R. M e i r), einer der hervorragendsten und scharfsinnigsten Tanaiten, war bekanntlich auch ein sehr thätiger Abschreiber der biblischen Texte und verstand sich daher besonders wol auf die Deutung von Namen und Buchstaben (Man vergl. die Stellen bei Sed. hador. sv.). Eine Eigenthümlichkeit bekundete er darin, dass er durch unscheinbare Aenderungen einzelner Wörter, die er am Rande seiner Schriftrolle anmerkte, auf Deutungen, die sich daran knüpfen lassen, hinwies und so vielleicht die im Midrasch beliebte Methode, durch die Formel (גל חקרי*) w^ese nicht so, sondern so“ anderweitige Auslegungen zu ermöglichen, schuf. Von solchen Tendenzcorrecturen R. Meir’s sind uns vier bekannt. 1) Gen. 1, 31, wo er das 'ך von מאך in ת׳ verwandelte. Ber. rab. c. 9 בתורתי של ר, מאיר מצאו כתיב: והנה טיב מאד והנה טוב מות. Diese Bemerkung wird von den Agadisten verschiedentlich erklärt, wird aber durch die Zeit und die optimistisehe Richtung R. Meir’s, der damit die dualistische Weltanschauung, welche den Tod als eine Einrichtung des bösen Princips ansah, verneint, verstandlieh. 2) ib. 3, 21, wo er ןך^; in אןך änderte. Ber. rab. c. 20 בתורתי של ר׳ מאיר מצאו כתיב כתנות אור *n der Erklärung dieser Worte wird ausein- ~ או אשר! M;an kann daraus ersehen, wie eine richtige Auffassung der Bibel ohne gründliche Kenntniss des Urtextes entschieden unmöglich ist. Dadurch, dass selbst hervorragende Kirchenväter die Bibel nur aus der gefälschten und corrupten griech. Bibelübersezung oder höchstens aus transscribirten Texten kannten, wurden sie in der Auffassung des bibl. Wortes ganz irre. So sagt Eusebius (demonstr. evang. p. 40 von אצל (Zach. 14, 5): St rjv TO TOV XVQlOV OVOfiU, TO TOJV f-'hd(HV (זיתים) HQOO)VOfXUOT(Ü 7IUQU toT$ LXX. SyXöl St tovto xuru T7jy 'Eßfjuiwy yXojTTrjy (pwvqv Ttohjotv &f0r. Er nahm also .?»יל אל אצל