Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- I. (1874)
- Date
- 1874-01-01
- Page
- Seite 233 (sequence 239)
- Language
- German
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233 auf eine rhetorische Figur aufmerksam; die hier Vorkommen soll und giebt damit das Richtige an die Hand. Er findet hier nämlich eine Paronomaaie (לשון נופלעל לשון) und man kann in weiterer Fortführung dieser Bemerkung es als unzweifelhaft hinstellen, dass die Worte מעדה בגד ביום קרה »ur aus dem vorstehenden Passus ,סועדת מבמה בוגד ביום צרך verschrieben sind und blos als Variante in den Text gerathen sind. Kack der zweiten Version, die die Uebersezungen darbieten, scheint es, dass der erste Theil dieses Verses כעש לבגך gelautet habe und durch die Nachbarschaft von ב&ך und בגר die Confusion entstanden ist. 11) (Kadesch Barnea) wird bekanntlich im Targüm durch רקם ןעעיא übersezt. Schwarz (d. heil. Land S. 5) fand, dass die Araber einen Wädy östlich vom Wady-el-Arisch (Rhinokorura) Gey an nennen. Dieser Ort war auch den griech. Geographen bekannt und Stephan d. Byzantiner verzeichn net r ta, 7(6 Xi q 7tk7\<nov n*T(jwv Trjq Agaßiug. Wenn Meyer (Ueb6rd.uabat. Inschr. in Ztschr. d. DMG. 17, S. 586.) darin aas hebr. findet und auch daraus schliessen will, dass die Sprache der Edomiten nicht arabisch wsw, so spricht die Schreibart ן^יא im Targum gewiss nicht dafür. 12) (Das Jonatan-Targum) wird einmal von R. Cbananel תרגום ארץ ישראל genannt (Sam. b. Meir zu bab. bat. 99a vgl. die Parallelst. Asaria De Rossi ed. Wilna 64a und Zunz g. Vortr. S. 68 Anm. b.). Diese Bezeichnung kömmt sonst nirgendswo vor.14) In demselben soll die liebersezung von שכל (Gen. 48, 14) שלהפינהו gelautet haben, währenddem der überlieferte Text;ופח bat. Wahrscheinlich stand diese Notiz in Cbananel’» Pentateuch-Commentar, der dieselbe Auffassung von שדל hat (s. Rappaport, Chänanel S. 37). In der That wird diese Stelle aber in der von R €)h. be׳ zeichneten Fassung in der Peschittho übersezt (שחלף אנין מידיה) und es ist» da wol ein jerusalemisches aber nie ein palästinisches Tärgum (תרגום של ארץ ישראל) angeführt wird, wahrscheinlich, dass so die Peschittho citirt würde. Diese Auffassung fand allerdings in der jüd. Sehriffcexegese keinen Boden, weil die christlichen Theologen hier die Kreuzesforta angedeutet fanden (vgl. Lipman Nizzachon No. 48); פרג, das im Targum hier In Gebrauch ist, bedeutet nur ״wechseln“ 16) während man in שחלף vielleicht auch den Begriff ״wechselweise legen“ fand und daher diesen Ausdruck mied. 13) (Das Wort ,א שך) in Gen. 2, 23 übersezt Theodotion durch kijwa (das Genommene); haec vocabitur assumtio quia ex viro sumta est, 14) Einmal hat sie allerdings auch Hai (vgl. Geiger Urschr. S. 166), allein da dieser sie sonst nicht kennt, so ist sie wol nicht sicher. ״) In Sota 11b fasste R. Jonatan בפרך (Exod. 1, 14), dass sie Frauenarbeit Männern, und solche, die für leztere passte, Frauen übergaben. שחץ מחליפין מלאכת אנשים לנשים ומלאכת נשים לאנשים. Hier ist wol פרך פרג — gedeutet worden.