Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- I. (1874)
- Date
- 1874-01-01
- Page
- Seite 231 (sequence 237)
- Language
- German
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231 sich aber wegen des vorangehenden כבוטזבנרח eine Tantologie herausstellen würde. Diese Vermutungen sind alle haltlos, denn wenn selbst die Correetur לתודץ ולאימרין et׳was plausibel scheint, so ist dagegen einzuwenden, dass, um dies auszudrücken, der Targumist eher עאן ותורץ aus v. 5 entlehnt hätte. Es scheint mir daher ganz wahrscheinlich, dass diese Worte ‘חייך אי־כירד zu lesen und ursprünglich eine massoretische Glosse bildeten, welche auf das nur zweimalige Vorkommen der Verbalform דאהל aufmerksam machte, und dann irrtümlich in den Targumtext gerathen ist. Diese Bemerkung scheint einst nothwendig gewesen zu sein, weil das ויאהל in v. 18 nicht ׳gesichert war. Im samarit. Texte steht dafür ׳וילך wofür andere Codices ויהל und ףאל (woraus wol das ו^ל der Peschittho entstanden ist) haben vgl. Blayney S. 28, Kennikott u. de Rossi z. St.; die LA. ןילך empfiehlt sich, wenn man Stellen wie Gen. 24, 10 וילך . . . ויקם וילך 26, 17 וילך . . ויחן . . וישב u• dgl. vergleicht, indem da gewöhnlich ילך den Anfang der Wanderung, den Aufbruch zur Reise bezeichnet; ויאחר עד סרבן (v. 12) bezieht sich das. natürlich nicht auf Abraham und will nur darstellen, wie weit Lot's Niederlassung sich erstreckte, ist aber in v. 1.^, wie klar ersichtlich und wie es die Uebersezer nnd Exegeten gefühlt haben, nicht am Platze. 9) (In P8. 84, 12) wussten die alten Uebersezer die Worte כי שמש ומגן ה, אלהים *ficht mit Sicherheit zu erklären, weil ihnen die Nebeneinandersteilung von Sonne und Schild nicht einleuchtete. Die 70 haben dafür on eXfov xai uXq&rfav dyu7ta Ki yiog, womit Vulg: Quia misericordiam et veritatem diligit Deus, übereinstimmt; sie lasen wol also כי חסד ואמון אוהב אלהים, wobei חסד auB ל!ום des Textes (oder ך־־סא einer aram. Ueber_ sezung desselben) und ,אך,ר א aus אדני א׳ entstanden ist.11) Die Peschittho weicht auch der Auflassung von שמש als Sonne, die man vielleicht auch darum nicht zulassen mochte, damit es in der Bibel nicht heisse, die Sonne sei Gott18), aus und übersezt die angeführten Worte durch סטי, דמחרסיין ועוררן מרא אלהא. Da sie das metaphor. מגן sonst durch מסיענא wiedergiebt (vgl. Ps. 18, 3, Gen. 15, 1), so ist es zweifelhaft, ob sie dieses Wort vor sich gehabt, oder nicht gar חרס in תריס ,חרס umgewandelt hat. Das Targum hat הדיס für מנן und übersezt שמש durch ״hohe Mauer“ אחם היך שור רם לתריס תקיף ה' אלה• Nach Jizchaki z. st. war auch im Midr. zu den Psalmen eine ähnliche Erhlärung durch שני הומה »Mauerzinnen“ vorhanden, die aber in unserem bekanntlich mangelhaften Texte ״) Andere Vermutungen theilt Schleussner (Thesaur. I, p. 324) mit. 10) Es ist beachtenswerth, dass b, Sota 10a der Name Simson von dem שמש an unserer Stelle abgeleitet wird: וא״ר יוחנן שמשון על שמו של הקב״ה נקרא שנ׳ כי שמש וכי' אלא מעתה לא ימחה אלא מעין שמו של הקב״ה מה הקכ״ה מגן על כל העולם אף שמשק מני; בדורו על כל ישראל.