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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1874-01-01 · I. (1874) · p. Seite 216

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
I. (1874)
Date
1874-01-01
Page
Seite 216 (sequence 222)
Language
German
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216 Dass manche Redensarten anderen Sprachen entnommen wurden, oder in ihnen wenigstens so auffallende Parallelen haben, dass nur ein gleicher Ursprung angenommen werden kann, ist schon früher in einer Notiz (B. Ch. Forschungen S. 226 ff) dargethan worden. Die Redensart מלך bרגם איקונין ש ״Das Bild des Königs steinigen (Schemot rab. c. 30, Tanchuma Wajikra No. 7, ed. Stettin 184a) entspricht genau den bei Joh. Chrysost hom. 21 in Op. II, p. 219 gebrauchten hier hervorgestrichenen griech. Worten 0 fiaxclgiog Xfysrcu Kosvazavzivog t ov slxovog otvzov x «t aXsv s i6r\g nort <!zctQ o^vtovzfjor avzüv noXXmv ׳rolg vßqixcai x. t. 1. Man sieht aus dieser Stelle, dass dieses Verbrechen im oströmischen Reiche auch vorkam. Die kaiserlichen Bilder (aixoveg ßaaiXixd vgl. lex. Julia tit. II, 1. 59) waren auf öffentlichen Pläzen aufgestellt und wurden, wenn eine Empörung ausbrach, umgestürzt (vgl. כפו לו איקונוחיו Mechilta ed. Friedmann 70b).—Die römische Sitte, im Bade den Körper an Marmorsteinen zu reiben, hatte auch bei den Juden Eingang gefunden. Dass es bei den ersteren so war, ist zwar nicht durch viele Zeugnisse bekannt, es lässt sich aus der Erzählung Spartians (Vita Hadr. c. XVII.) entnehmen. ״Einst, berichtete er, sah Hadrian im Bade einen alten Soldaten,.. wie er sich den Rücken und die übrigen Theile des Körpers an Marmorsteinen rieb. Auf seine Frage nach der Ursache dieses Verfahrens, entgegente der Veteran, es geschehe deswegen, weil er keinen Sklaven habe, worauf ihm Hadrian einen Sklaven nebst einer Summe Geldes schenkte.“ Es wird dann klar, welchen Sinn in Tractat Derech Erez c. 10 die Vorschrift habe, sich nicht תוסר so wie חד nur conjecturale Veränderungen des alten דזוד sind. Es ist übrigens aus dem Lexikon des Gaon R. Zemach in der Vorr. zu Jocliasin ein Fragment enthalten, aus dem hervorgeht, dass Scherira dieser Quelle gefolgt ist. Das Wort זור (al. לור) wird von Wallerstein p. 21 auf gezwungene Weise erklärt, ist aber auch dem neuesten Herausgeber B. Goldberg (ep. Scher, ed. Mogunt. 1873 S. 57) unklar. Man kann es wol von arab. לאד adjecit auxit ableiten und es würde dann nach Aehnlichkeit von sijadatun ״additamentum“ die Bedeutung ״mehr״ '׳noch“ ihm entsprechen.

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