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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1874-01-01 · I. (1874) · p. Seite 214

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
I. (1874)
Date
1874-01-01
Page
Seite 214 (sequence 220)
Language
German
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214 trozdem man in neuerer Zeit specielle Untersuchungen darüber angestellt hat, manche Bezeichnungen für Schreibmaterialien, wie נייר, גריל (davon viell. syr. נרנא Buchrolle vgl. Ewald Gesch. 1, S. 68) u. a. . . Das Wort נגירא (Ar. sv. 4 נגר), das in Grätz’ Monatsschr. 1870, S. 417 anf pers. nigariden, mahlen zurückgeführt wird, also Gemälde, Phantasie, Zauberei, bedeuten soll, ist eher nirengh incantatio, fascinatio praestigiae (Vullers II, S. 1385), dann gehört aber hiezu auch nicht כייר (Stellen bei Lewy sv. כיורא II), darin vielmehr zend. kar schneiden, davon äkar zimmern, zu erkennen ist, weleher Stamm sehr verbreitet war (skr. kar, hzv. krinitan, neup. kirniden u. a. vgl. Justi, S. 79). — Man kann den fremdsprachlichen Einfluss auf die Gestaltung und Bereicherung des rabbinischen Sprachidioms, der bei selten vorkommenden Wörtern eher vorausgesezt wird, aber auch an solchen wahrzunehmen ist, die ganz geläufig sind und als ureigenes Sprachgut gelten, wie z. B. הפסד פסירא Verlust aus altp. vazant, huzv. הנד, neup. guzand, קנח, abwischen, reinigen, aus zend. <jna waschen (Justi S. 304) כרי Haufe, aus pers. khareh acervatio, שבח loben, von znd. zba, hzv. zbagitan, preisen, rühmen (Justi S. 177) u. a., an gewöhnlich gebrauchten Adverbien nachweisen. So wird עכשיו, an griech. h^rjg anklingend, oder auch als Abkürzung von עד כשעה angesehen (Stein talmud. Terminologie S. 42), viell. von altp. und zend. haca, sofort, sogleich, herzuleiten sein. In בהדר/ בהדי erkennt Lewy (Wörterb. I, S. 193) ein Subt. הד, die Verbindung, arten בן ערל, בן ערל, בן גדל, בן חדל, deren jede eine Erklärung veranlasst hat. Neulich wurde עדל als griech. äörjloq bezeichnet. Man kann aber mit Bestimmtheit annehmen, dass das arab. a’dala, ,.quod iustum et aequum esset, statuit erga alium praestititque in aliqua re“ darin liegt; auch im Syrischen hat עדל die Bedeutung ״tadeln, rügen“. Die Antwort des Rosch Lakisch besagt also: trage es nur im angreifenden Tone (d. i. mit Hervorhebung seiner inneren Wahrheit) vor, denn es hat seinen Grund. Thatsächlich folgt R Jochanan diesem Vorschläge, indem er eine ähnliche Bemerkung beim Vortrage der Mischna hinzufügte (j. b c. 'א״ד יוחנן בך׳ היה משיב ר מאיר את ר׳ יהודה בן חגרא אין אתה מודה לי שספק לקט לקט), was dan!v R. Simon b. Lakisch von seinem Standpunkt 3 aus that (ib.).

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