Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- I. (1874)
- Date
- 1874-01-01
- Page
- Seite 213 (sequence 219)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2418846-2418847--0220-2419107- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
213 bedeutet oder sonst sich erklären lässt, so scheint קיק oder קיץ aus dem pers. chajeh, ovum, testiculus entstanden zu sein und wird durch dieses Wort der babyl. Ursprung der Glosse dargethan. Unter den mitunter schwierigen technischen Ausdrücken, die in der Schulsprache Vorkommen, sind so manche dem Persischen entlehnt. Das in der b. Gemara übliche פרך fragen, davon פירכא Einwand, hat mit p. purssiden (baktr. pare<j sanskr. prach Vullers rad., S. 491) eine zu auffallende Laut- Verwandschaft, als dass sich die Identität ihrer Wurzeln verkennen Hesse. Das Wort סגנון in dem Satze R. Isak's סגנון אחר עולה לכמה נביאים ואין שני נביאים מתנבאים בסגנון אחד wird gewöhnlieh für signum gehalten, ohne dass man einsieht, weshalb gerade dieses Wort hier gebraucht sein sollte. Es ist aber wahrscheinlich aus dem zend. (janh, sprechen (skr. 9ansati, viell. hebr. כנה Pi. benennen) abzuleiten, davon 9anha Wort (np. ssuehun), 9enha, 9engha 9enhana, Lehre, gebildet wurden, und hat dieselbe Bedeutung. ״Eine Lehre (oder: Ein Wort) tritt verschiedenen Propheten vor die Seele und doch weissagen nicht zwei Propheten in einem und demselben Wortlaute.״ — In Ghul 48a scheint מזדנדזין (Ar. sv.) in dem Saze אלא שהתלמידים מזדגזין בדבר aus dem pers. endischiden cogitare, confusum esse (Vullers rad. S. 38) hervorgegangen zu sein. — Im p. Talm. wird die Aphelform des Stammes אגיב, גיב häufig in der Bedeutung ״antworten״ gebraucht, ebenso übersezt der Samaritaner gewöhnlich das bibl. ענה, im Arabischen bedeutet dschuabun responsum, hängt dies vielleicht mit pers. guften (s. Vullers rad. 100) sprechen zusammen? 81) — Dunkel sind, 81) Es möge hier noch ein Wort seine Erörterung finden, das einst den Erklärern grosse Schwierigkeiten bereitet hat. In Chul. 134a erwiedert R. Jochanan seinem Collegen Simon b. Lakisch, als dieser ihn um Lösung eines Widerspruches zwischen der Mischna das. und Pea 4 Ende angieng אל תקנטני שבלשון יחיד אני שעה אותה דתני ר' יהודה בן אגרא אומר משום ר״ע (▼gl. j. Pea 1Y, 5 א״ר יוחנן דר׳ יהודה בן חגרא היא), worauf dieser ihm bemerkt אל תשנה אותה אלא בלשון בן תדל דהא טעמא קאמר. Das Wort p תרל giebt keinen klaren Sinn; Jechielides (sv. בן ערל) verzeichnet 4 Lese-