Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- I. (1874)
- Date
- 1874-01-01
- Page
- Seite 204 (sequence 210)
- Language
- German
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204 aus חרח p. tseherhi, kreisförmig und בינא, das in der Form ביין Cßaiov) Palme bedeutet und erblickte in חרונייתא — חרחבינא ״ דדיקלאwas um die Palme herumwächst.“ In dem Commentare R. Chananers zu Pesachim ed. Paris 67a fehlt חרזייחא; die Erklärung lautet blos אסוא דריקלא und es ist möglich, dass tscherkeh oder tscherkaleh, planta debilis caule tenui (Vuller I, S. 669) später zur Verdeutlichung hinzugefügt wurde. Bezüglich des hier allein vorkommende אצווא oder אסווא ist man zu sehr auf Vermutungen angewiesen, als dass sich darüber etwas Bestimmtes aufstellen Hesse. Von der Myrthe kann wol die Rede nicht sein, möglich ist es as, species herbae odoratae et bene odolentis (Vullers I, S. 34) In der Gemara wird zu חרחבינא angemerkt: אמר ר׳ יוסי בר, בון אמר ר׳ יסי חלי. Man könnte יסי als den Namen des Gesezeslehrers betrachten, in dessen Namen Jose b. Bun gesprochen, da der lezte der palästin. Amoraim, wie ihn Frankel (Einl. in den p. T. 102a) nennt, kaum von einem der Patriarchen, die blos Rabbi hiessen, Mittheilungen empfing, allein die Erklärer ziehen יסיחלי zusammen, was möglich סתלי (neuhebräisch שחליים) Kresse bedeutet. Das מרור der Mischna scheint, da die pers. Gern, es als ein bitteres Kraut von blassgrüner Farbe betrachtet, aus dem beim Abbrechen ein Saft hervorfliesst). ירק סר ופניי מכסיפי ויש לו שרף), und auch die babylonische Gemara ein Wort סרירתא zur Erläuterung hinzufügt, eine specifische Bezeichnung, vielleicht für das marrubium (Andorn), zu sein.71) In der Baraita Bar ־Kappara s (b. ib) werden dieselben Kräuter genannt und darunter noch הרחלים, welches viell. khartssheluk oder kartschakuk (Vullers S. 676) ist. Die Baraita Samuels zählt eine Art als חרגינים auf, was vielleicht nur ein anders ausge־ sprochenes הרחלים ist. R. Meir nennt daselbst noch als Bitterkräuter וסרירואר (al. ,עסווס וטורא (םס. Das erstere ist wol gleich satureia Satureia, Gartenysop, griech. 6av&Q1a (Du Gange gl. 71) Nach der b. Gemara, die hier, was selten vorkömmt, ohne frühere Vorbereitung an eine Stelle der Tos. (c. II) anknüpft, waren dies die Eigenthümlichkeiten aller Bitterkräuter.