Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- I. (1874)
- Date
- 1874-01-01
- Page
- Seite 203 (sequence 209)
- Language
- German
- Belongs to
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203 noeh תמכא עולשין und חרהבינא aufgezählt. Die עולשין werden in der p. Gern. z. St. wie auch j. Kilajim סתקסימן tgesezt, nach den syr. Lexikographen Bar-Ali und Bar-Bahlul ist dies (im Syr. lautet es טרקסימא oder טיכסימא) eine Endivienart (Payne-Smithe I, sv. אנטובא)• Mit Recht wird daher in der bab. Gemara (Pesach 39a) עולשין mit Endivien identificirt (עולשי! הנדבי); im Persischen heisst eine Art von Waldendivie i’lath (Vullers II, S. 580), welche höchst wahrscheinlich in der р. Gemara (Kil. 1. c.) עולתין genannt wird. ר' יוסי בי ר' בון אמר ״ .יסיח לי עולשין טרוקסי, עולשי השדה עולת,;R. Jose, Sohn R. Ahun’s» sagte: Mir theilte man mit, Ulschin sind Troxima, Feld- Uschin heissen Ulthin.a In חמבא liegt unser Tabak, die Form tamaku hat dieses Wort auch in Puschtu (vgl. Trurapp in Ztschr. d. DMG. 21, S. 40). Der babyl. Talmud giebt es blos durch die aramäische Form תמכתא wieder, im pal. Talm. wird es griechisch durch גנגידין ylyyidtov, Körbelkraut, übersezt, welches wie (Buxtorf sv. תסכא) bezeugt, die Juden zu seiner Zeit noeh als Bitterkraut an den Pesachabenden genossen.7ü) In חרחבינא erblickt Landau, der es von חרב ableitet, eine Nesselart (urtica maior). Es klingt an die latein. Bezeichnung der Judenkirsche halicacabus an, allein diese Pflanze kann wol hier nicht gemeint sein. Nach Resch Lakisch (b. Pes. 1. с. ) ist אציותא דדיקלא הרחבינא, derselbe übersezt aber auch ערקבלץ (oder ערקבנין wie die p. Reeension hat) in M. Erub. II, 6 durch אצווחא החזיאתא דרקלא (b. Er. 26b, das lezte Wort fehlt in den Ausgaben, findet sich aber in Aruch sv. אצווא, was Rabbinowycz var. lect. V, S. 99 entgangen ist) und giebt dadurch zu verstehen, dass עייקבנין und חרהבינא eines und dasselbe sind, was leicht in die Augen fällt, da ח oft mit ע und auch mit ק verwechselt wird. Da die M. Erub. 1. c. auch die LA. עקרפנן hat, so ist es nicht unwahrscheinlich, dass, wie schon Bertinoro z. St. vermutet, damit da8 Skorpionenkraut (scorpinaca) gemeint sei. Die Erklärung R. Lakisch’s ist eher etymologisch als traditionell; er hielt חרחבינא für ein Compositum 70) תמכא wird aber von den Casuisten gemeiniglich als ״Meerrettig* angesehen (vgl. Lipman Heller z. St.).