Mannheim
Compact Memory

Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1874-01-01 · I. (1874) · p. Seite 193

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
I. (1874)
Date
1874-01-01
Page
Seite 193 (sequence 199)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
81% known words query
IRI
…/2418846-2418847--0200-2419087
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

193 hält, nicht hieherpasst. Der richtige Sinn ergiebt sich dadurch, dass 1 הניוכין)v10%e\a9 iqvto^vatg} ״Wagenlenkung, Wettrennen“ gesezt wird. Die Stelle in Midrasch 1. cist somit zu übersezen: Gleichniss: ״Wie ein König, der in eine Provinz kömmt und dem die Bewohner huldigen, daran Wohl־ gefallen findet und dort viele Rennen und Wettläufe veranstaltet, nachher aber, wenn sie seinen Unwillen auf sich ziehen, das Rennen und Wettlaufen beschränkt, so wandelten die Sterne, so lange der erste Mensch nicht gesündigt hatte, in kurzer Bahn und in raschem Laufe dahin, erleiden aber, seitdem er gesündigt, eine Verlängerung und Verlangsamung ihres Laufes.“ Nur auf diese Weise wird das Gleichniss verständlich und zutreffend. Eine andere hagadische Stelle über ein Wettrennen, welches R. Akiba mit angesehen und besprochen hat, findet sich aus Jelamdenu in Or sarna (A. B. No. 12). Aus der Umgangssprache nahm man Bezeichnungen für Speisen und deren Bestandtheile, für Geräthe und Kleidungsstücke an. In j. Clialla I, 4 heisst es: הדא איתתא שאלת לר' מנא בגין דאנא בעי למיעבר אצוותי א טרי מהו דיינסבי! ותהא פטורה מן החלה, Ar. schreibt אטרין für אטרי, bei Abr. b. David zu Maim. Bic. V, 19 heisst es אטרינא, Schönhak hält es für Brei. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist es aber syr. איטרין (P.-Smithe sv•) d. i. itqioVj itrium, ein dünner Kuchen, nach Bar-Bahlul ״eine Kuchenart (מן לישא דגלוסקא ומתפלגא למנותא זעירחא) aus Semmelteig, der in kleine Portionen geschnitten wird.“ Für dasselbe ist wol auch הטריות (Nedar. 49a) zu halten, ״ein weicher Kuchen, den die Kranken als Brod gemessen,“ בהיטריות רבות שהחולין אוכלין בהן פת; (vgl. auch j. Ned. 6, 1, Tosefta Ned. c. III, wo באימר רחרכות in באטריוח רכות zu emendiren ist). Das Wort אצווחא, das auch im Syr. vorkömmt und ״Teigkorb, Backtrog‘‘ bedeutet, hängt vielleicht mit (gähren) und £vpdg zusammen. — טבהק gebratenes Fleisch, das nach R. Josef die Perser ohne Brod essen (Erub. 29b) הני פרסאי אכלי טבהקי בלא נהמא ist tebahgeh (caro assa vgl. Vullers lex. I, S. 419). — הרסנא (Beza 17a und sonst, nach Ar. sv. ״Fische in Oel, Essig und Mehl gekocht“ scheint arab. und pers. הריסה (spissi pulmenti ge- 13

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.