Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- I. (1874)
- Date
- 1874-01-01
- Page
- Seite 191 (sequence 197)
- Language
- German
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191 dass kein Sklave regiere und Handschuhe02) trage/‘ Mit ״sacrum“ scheint auch אסקרגדה j. Ab. sar. I, 4 zusammenzuhängen, dort heisst es nämlich דשמעון בן יוחנן שלה שאל לר״ש בן יוצדק ליה את בריק ליה אוזן ירידה דצור מהו א״ל אץ יד,ב תרתץ ליטרא דפילפלין לאסקרנדה עאל ואשבה כת*ב המן אנא דיקליטיאנוס מלכא שבנית אד,ן יחרה דצור 7 לגדיה דארקילס אהי המניא יומין;E. Simon b. Jochanan liess Simon b. Jozadak fragen: kannst du nicht untersuchen, was mit dem Markte von Tyrus ist (ob nähmlich dabei ein heidnischer Götzendienst stattfindet)? Da antwortete er, Ja. Da gab er zwei Pfund Pfeffer in die אסקרנדה zog hin und fand dort die Inschrift: Ich Diocletian, der Kaiser, weihete diesen Markt von Tyrus dem Genius meines Bruders Heraelius für acht Tage“. Die Commentatoren haben diese Stelle im Allgemeinen missverstanden. Dem אסקרנדה hat Kappoport einen Artikel (E. Mil. S. 162), Schönhak eine besondere Note gewidmet, es scheint sacrarium oder saeellum, ״Kapelle, Ort, wo der Göze aufgestellt ist“, zu sein. Da es aber vielleicht doch schwer anzunehmen ist, dass der jüdische Gesezeslehrer, um die religiöse Bedeutung eines Marktes kennen zu lernen, einem Heidentempel eine Gabe zugewendet habe, so mag auch die Vermutung, dass אסקרנדה aus 8ig aQxav (״in den Fiskus“, vgl. Du Cange gl. gr. 118) entstanden ist, nicht unbegründet sein. Das Wort יריד, das gewöhnlich für ״Markt“ gebraucht wird, ist nach Rappaport (Hamagid 1873, S. 421) mit dem arabischen wardun, aditus, identisch. Drei Märkte bei denen ein heidnischer Kultus stattfand, werden in j. 1. c. und Ber. rab. c. 47 zusammengestellt, nämlich שלשה ירידין הן יריד עזה יריד עכו ירידה של בוטנה (B. r. בטנן). Mit אסקרנדה סגחן und סקרדין ist das von dem Babylonier Samuel für snaoyog gesezte שגריר (j. Schebuot I,) 62) פלירים, wofür Ar. (sv. כליררין (כלרר schreibt und das Ber. rab. c. 90 zu Gen. 41, 44 wieder erscheint, dürfte wol am ehesten xUdo>v ״Armband“ (vgl. Ad. Brüll Trachten d. Juden S. 63) sein; Schönhak schreibt dafür collare, was sicherlich nicht passt. Eine Emendation in כלנידים, welche hier gestattet sein dürfte, da man das Wort zu כל* ידים gestalten wollte^ liesse darin /),uvtöiov erkennen (vgl. das. S. 66). Auch כלי רגלים für רגלי (c. 90) scheint aus כלצולין calceolus oder caligula hebräisirt zu sein.