Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- I. (1874)
- Date
- 1874-01-01
- Page
- Seite 182 (sequence 188)
- Language
- German
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182 Die Namen der im Talmud erwähnten Münzen und Maasse sind schon mehrfach monographisch behandelt worden. M. A. Levy, Herzfeld und Zuckermann haben dieses Gebiet fast erschöpft, doch herrscht über Manches noch Unklarheit. In j. Ketubot I; 2 nennt R. Jochanan drei Münzarten, die als gangbar gelten können, wenn sie auch nur wenig Vorkommen. סלעים סיביריניוח, מהגיגיות, ירושלמיות. Dass סיב׳ Severini, also Se־ verus-Münzen bedeute, ist nach Herzfeld (Metrolog. Vorunter־ suchungen S. 63) zweifellos, allein es ist auch gewiss, dass derselbe Münzname in anderer Form auch in der b. Gemara vorkömmt. In b. Bechor. 49 b wird die Frage aufgeworfen, was ״das tyrische Geld“ der Mischna bedeute. מאי מנה צורי (nach der LA in 63 כפתור ופרחa), und darüber neben der R. Asse's, dass es eben Geld von Tyrus, und R. Ame’s, dass es arabische Denare (דינרא ערבא) bezeichne, noch dei Ansicht R. Chanina’s mitgetheilt, dass es איסתירא סרס י א sei. Jizchaki hat für 'ס die LA. סוסריתא. In den Tosafot z. St., nach welchen es einen syrischen Stater bezeichnen soll, wird aber ססויריא als verbreitetste LA angeführt (ססויריא כך כתוב ברוב ספרים), R. Gerschom liest סורסיא und meint, es seien Tauschmarken סורסיא כלומר שהוא כסרסור שבו^עושי; סחורה (Misbach Kapparah ed. Lemberg 32 a, anonym in Aruch sv. אסתירא), es ist aber wahrscheinlich סורסיא nichts anders als ein von Se- Naclimani’s z. St. daraus Abraham Rapa (187 מנחה בלולה,a) geschöpft hat, hervor und ist daher eine Emendation von פרסי in סורסי, wie sie Rappaport (Kerem chemed 6 S. 160) vorschlägt, hier unthunlich. Die Erklärung Jizcliakis oder vielmehr Mose Darschan’s acheint aus der Bemerkung Chefez’s, des Schulhauptes, geflossen zu sein, die in Parchon’s Lexikon (ed. Stern 49 b) mit־ getheilt wird. Wenn, wie Nachmani über חמן צווחין לפעלא סבא עמירה (j. Sab. 9, 1 vgl. oben S. 125) bemerkt, in amira (wie er liest) dasselbe Etymon liegt, das Raschi’s עמראה enthält, so gehört auch Saadja’s איהמרא unzweifelhaft hierher. Gesenius sv. עמר I. vergleicht das arabische .עמל coluit, das auch den Begriff der Arbeit umfassen soll. Das Targum, das תתעמר durch תתגר übersezt, scheint eine Verwandtschaft von עמר mit ,מור מהר angenommen zu haben und da Saadja in ersterer Reihe מאי אגרך für מ׳ אהמרך anführt, so scheint dieses Wort auch bei ihm zunächst die Bedeutung ״Kauf“ ״Erwerb“ ״Geschäft“ zu haben.