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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1874-01-01 · I. (1874) · p. Seite 168

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
I. (1874)
Date
1874-01-01
Page
Seite 168 (sequence 174)
Language
German
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168 dienst, auf dieSakeen aufmerksam gemacht zu haben41). Was nun das Fest בחנוני (oder vielleicht בחנוני, da die p. G. בנוני .1) כנוני) hat) anlangt, das Kohut von dem hebr. ״ בהןprüfen“, ״erproben“ ableitet, so bieten sich dafür zwei Vermutungen dar. Man könnte an das im Monate Abän gefeierte Fest denken, da in diesem Monate (Oktober) meist das Jahr endete und, wenn die 5 Schalttage eingesezt wurden, eine elftägige Feier stattfand (vgl. Eichardsson II, S. 187), es ist aber wahrschein־ licher, dass das im B ahm an (Januar) gefeierte Korn- und Fleischfest damit gemeint ist (vgl. über dasselbe Eichardsson a. a. O. 191, Vullers lex. I, 288). Unklar bleibt es, was die b. Gemara mit dem zuleztgenannten עשר באדר meint. Da sämmtliche Feste mit ihrem einheimischen Namen genannt werden, so sieht man nicht ein, warum hier mit einem hebr. Tagesnamen daraufhingewiesen wird. Oppenheim hat (Frankens Mtsschr. 1854, S. 349) diese Angabe mit dem Berichte Huna’s über das Nauröz combinirt, muss aber dann עשרים באדר lesen (die Schwankung zwischen dem 19. u. 20. Ferwardin ist, wie bereits bemerkt aus den damaligen Kalenderverhält־ nissen erklärlich). Nach Kohut (a. a. O. S. 68) wäre hier unter אדר der pers. Monat Adur (November) gemeint, da am 9. Tage desselben ein Volksfest gefeiert wurde. Ob vielleicht עשרבאדר in einem Worte zu lesen und hier das im Scheriver (August) gefeierte Herbstfest (vgl. Eichardsson S. 185) genannt ist? Neben der ursprünglichen Zendform Khsliatravairya bestehen dafür hzv. Schatarvar, parsi Sahrevar, die hebr. etwa שרבאהי־ lauteten, wofür unkundige Abschreiber עשר באדר sezten. Wir wollen Bekanntes nicht wiederholen und blos darauf 41) Da die Namen der Feste in hebr. Schrift und Aussprache mancherlei Umstaltungen erfahren haben durften, Ausbesserungen aber da, wo zwei Texte sich decken, immer nur mit grosser Vorsicht vorzunehmen sind, so möge hier noch bemerkt werden, dass כמיתה) אקגייתא) auch die Gätha’s, die festlich gefeierte 5 Schlusstage des Jahres bezeichnen kann, die im Huzvaresch gehan, gacan heissen (Justi S. 104).

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