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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1874-01-01 · I. (1874) · p. Seite 165

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
I. (1874)
Date
1874-01-01
Page
Seite 165 (sequence 171)
Language
German
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165 trugen, in goldenen Wagen fuhren u. dgl. muss diese Frisur als ein Zeichen des Adels gegolten haben, wie auch den Mitgliedern des Patriarchenhauses, weil sie Beziehungen zum römischen Hofe hatten, das ״Scheeren des Haupthaares“ ausnahmsweise gestattet war (vgl. Grätz, Gesch. 4, 2. Ausgabe, S. 487). Wenn ein Israelite einem Heiden das Haar schnitt, so sollte er, so er bei dem Zopfe hält, seine Arbeit einstellen (vgl, Tosefta Ab. sar. III, b. ib. 15, b, j. ib. II, 2). Dass auch das Lockengeflechte weiblicher Personen בלורית hiess, geht aus Synh. 82a hervor (vgl. Buxtorf lex. 314, Lewy Wörterb. I, S. 100). An den Haarlocken erkannte man den Heiden (vgl. Pes. rab. c. 15, Pesikta ed. Buber, p. 52a sammt den Parallelst, und ib. 190a, 194b.). Für die Erklärung des auch im Syrischen gebräuchlichen Wortes בלורית liest man bei Mussafia ״ .פי1וש כלרית בלשון רונזיי קמצוח שערCalarit bedeutet im Lateinischen Haarlocken.“ Es scheint, dass er an galerus, Haaraufputz, Haartour, Perücke, gedacht hat; eine Erklärung, die sich nach Prüfung aller Stellen als richtig erweist, da sowol echtes als falsches Haar, das zur Kaiserzeit besonders in Mode kam (Adam a. a. O. S. 158), durch dieses Wort bezeichnet wird und unter בלורית beides zu verstehen ist. — Ueber die ludi saeculares hat der Talmud (Ab. sar. 1 lb) einen Bericht, der bei Bappoport (E. Mill. 30 ff.) ausführlich erklärt wird. Eine andere Hinweisung auf ein Volksfest, ib. 18b kann wegen der darin genannten sigillaria (vgl. Sachs Beitr. I, S. 123) nur auf die Saturnalien bezogen werden. Eine Vergleichung der Parallelstellen (Tos. Ab. sar. II, j. Ab. sar. I, 7, vgl. noch Jalk. II, 613 u. Ar. sv. סגלרון, מקיזן, מליון לליון בקיון) lässt eine Erklärung in לודיון סגלרין ludi saeculares, wie sie da vorgeschlagen wurde (Frankel-Grätz Mtssehr. 1870 S. 499), nicht zu (vgl. über diese Wörter Sachs a. a. O. II, S. 121). מוקיון dürfte Spott, Hohn oder nach der LA. im p. T. mappa sein (Grätz Mtssehr. das.) לוליון XaUa wie Mussafia annimmt, oder nach der LA. מלליון — ^d)10v8g> Bachantinnen, sein und das erste סגרלין vielleicht mit gxcciqm oder scurra Zusammenhängen, doch ist diese Notiz, die nur

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