Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- I. (1874)
- Date
- 1874-01-01
- Page
- Seite 153 (sequence 159)
- Language
- German
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153 überflüssig, die zweite passt noch weniger. Möglich, dass גפא hier seine gewöhnliche Bedeutung ״Flügel“ hat und dies die symbolische Bezeichnung für Schuzgott ist. In j. Ab. sar. III, 3 heisst die römische Schuzgottin ״ .מימי דרומיB. Chija b. Abba hatte Gefässe, auf welchen die r/ar[ von Born abgebildet war.“ So tibersezt diese Stelle Sachs a. a. 0• S. II, S. 49. Es ist eher anzunehmen, dass es ein Bild der Themis, oder vielmehr der römischen Justitia war, davon hier die Bede ist. In dem Falle, dass גפא של ר׳ und מימי ש״ר identisch wären, wäre es also ein Schwur bei der Göttin der Gerechtigkeit gewesen, von dem in obiger Stelle die Bede ist; immerhin ist aber, wenn man darauf achtet, dass ein Genius gewöhnlich geflügelt dargestellt wurde, in פא: hier ein gut aramäisches Wort zu erkennen. — Dass heidnische Gottheiten in der Anschau־ ung der Babylonier zu Engeln und Genien wurden, ist von Schorr (Hechaluz 7, IG—22, 8, 3—16) zuerst mit vielem Scharfsinne nachgewiesen worden, gleichzeitig hat auch Kohut in seiner Abhandlung über die jüdische Angelologie manche schäzbare Aufklärungen geliefert und, einige Unrichtigkeiten abgerechnet20), doch vielfache Beziehungen zwischen dem Volksglauben der babylonischen Juden und dem persischen Mythus entdeckt. Der p. Talmud enthält bis auf die biblisehen Michael und Gabriel keine Namen von Engeln und Dämonen, auch der babylonische Talmud ist arm an solchen, erst die jüngere Mystik hat sich dieses Stoffes bemächtigt und zahlreiche Engelnamen theils geschaffen, theils aus alten Sagenstoffen hervorgeholt. Man findet im babylon. Talmud manches Material in Sab. 67, Gittin 69 und Pesach 110 ff. gesammelt. In lezterer Stelle hat Perles Frankel-Grätz Monatssehr. S. 258) auch die allgemeine Bezeichnung für Genius ״Ized“ richtig herausgefunden (vgl. auch Ab. sar. 41, b.) und in 24) Eine solche lässt sich H1\ K. auch in Ztschr. d. DMG. Bd. 25, S. 76 Anm. 3, zu Schulden kommen, indem er das aramäische ״ דברייהseines Schöpfers“ (Ber. Rab. c. 15) in hebräisches oder vielmehr unhebräisebes דבור־או emendiren will.