Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- I. (1874)
- Date
- 1874-01-01
- Page
- Seite 149 (sequence 155)
- Language
- German
- Belongs to
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149 Anzahl derselben Aegypten ehemals besass, geht schon allein daraus hervor, dass sie sich noch heute in allen Th eilen des Landes theils stehend, theils umgestürzt und zerbrochen und vom Staube bedeckt vorfanden“ (das. S. 56). Es ist somit wahrscheinlich, dass R. Elieser von ihnen eher Kunde hatte als von anderen ägyptischen Göttersäulen. Namentlich mochten die Obelisken von Heliopolis, wo einst der Oniastempel einen Mittelpunkt der ägyptischen Judenheit gebildet hatte, von jüdischer Seite gleichsam als die Repräsentanten des ägyptischen Gözendienstes aufgefasst worden sein, wie denn auch Apion Mosen aus Heliopolis stammen lässt und von ihm erzählt, dass er statt der Obelisken andere Säulen errichtete. (Jos. c. Apionem II. 2.). Die Beschreibung der Mechilta weist wol mit den Worten מעצה שמיס auf den monolithen Charakter hin und ist sonst nur לא הי חי־ומות אלא מוקפות etwas unklar. Auf dem Obelisk des Hermapion ist der Sonnengott Horus mehrfach abgebildet und ihm derselbe gewidmet (siehe die Beschreibung mit IJebersezung bei Uhlemann IV. S. 61 ff.) Die Kunde vom Horus oder Harpokrates beeinflusste auch die Auffassung der Cherubim. R. Abahu erklärte, dass ״cherub“ Kind bedeute (Succa 56, s. oben S. 16!). In Joma 54a wird den Cherubim ein androgynischer Charakter beigelegt. ״R. Ketina sagte: Wenn die Israeliten die Festwallfahrt nach Jerusalem machten, da rollte man den Vorhang weg und zeigte ihnen die Cherubim, die in eineinander verschlungen waren und sagte zu ihnen: ״Sehet her, Gott liebt euch, wie der Mann das Weib liebt." Rabbah b. Schela erklärt die W70rte 1) כסער־ איש בלדות Kön. 7, 36) durch כאיש המעירה בלדיה שלו ״ein Mann, der mit seiner Genossin verbunden ist.“ Vgl. über die Cherubim noch Joma 21a, bab. bat. 99a, wo der Proselyt Onkelos von ihnen sagt, כרובים מעשה צעציעים ומצורדים פניהם כחדסיר הנפטר מרבו und Jechielides (Ar. sv. צעצע) Josef ibn Migasch (Novellen ed. Amsterdam 27b,)L>1) Samuel b. Meir (z. St) 21) Was in Schitta z. St. und in Jom Tob Ischbili’s Comm. zu Joma (ed. Berlin 54b) zur Ausgleichung mit Joma 21a aus Ibn Migasch Comm.