Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- I. (1874)
- Date
- 1874-01-01
- Page
- Seite 148 (sequence 154)
- Language
- German
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148 Krochmal (Sedeh Zofim S. 100) geht etwas zu weit, wenn er auch in dem biblischen רעה das. und v. 12 wie auch in רע (C. v. 22) und פרעה (v. 25) eine Anspielung auf Ra erblickt. Eine merkwürdige, noch wenig gekannte Angabe über ägyptische Götterbilder enthält die Mechilta zu Exod. 14, 2 (ed. Friedmann 25 b) über פי החירות. Sie fasst חירית als Säulengebilde auf, die sie folgendermassen beschreibt: מה היו חירות הללו? לא היו משופות אייא גדודיות ולא היו תרוטה אלא מוקפות ולא היו ענוילות אלא מרובעות ולא היו מעשה ארם אלא מעשה שמים ועיגים פתוחות היו להם כמין זכר וכמין נקבה היו דברי ר, אליעזר. Wie waren diese Chirot beschaffen? sie waren nicht überhängend, sondern hochragend, nicht gerade nebeneinander, sondern in Kreisform aufgestellt, nicht rund, sondern viereckig, sie waren kein Werk von Menschen Hand, sondern Himmelswerk, sie hatten die Augen geöffnet und sahen halb männlich halb weiblich aus.a Stücke daraus hat Aruch sv. פרטת und Jalkut I, 230, im Pseudo-Jonatan wird in ähnlicher Weise über Pi11־a־C11irot gesagt: פימי חירתא מרביעתא דאתבריו בגווי א כני נשא^דכי ונוקבא ועיינין פתיחץ להון הוא אתרא דפנים vgl. Lewy Wörterbuch I, 255, der חירות durch Felsen übersezt; eine solche Bedeutung verzeichnet Ferrarius p. 161 für das syrische חורא. Shönhak (Milluim S• 26, a) findet gemäss Bamidb. rab. C. 20 hier eine Anspielung auf die Charitinnen. Allem Anscheine nach ist aber hier von Horusbildern die Rede. Harpocrates (d. i. Har-p-chrsti Horus das Kind) ist unbestimmten weiblichen Geschlechtes, weil er unreif geboren ward, erscheint bald männlich, bald weiblich, bald androgynisch (vgl. Uhlemann a. a. O. II־ S. 177 Nork etymologisch-symbol. Wörterbuch II. S. 146). Die Beschreibung der ״Chirot“ passt auf die Obelisken ״vierseitige fein polirte Säulen von oft kolossaler Grösse aus einem einzigen Granitblocke, welche nach dem Gipfel hin schmäler werden und in eine kleine Pyramide verlaufen“ (IJhlemann a. a. 0. II. S. 115 vgl. IV. S. 55). ״Sie wurden vorzüglich am Eingänge oder in dem Vorhofe eines Tempels errichtet und eine wie grosse